Mi, 21.10., 17:00
Chantal Akerman
News from Home
Bei Chantal Akerman ist New York nicht der Ort der unbegrenzten Möglichkeiten, sondern ein Raum der Distanz: Die Kamera streift durch die Straßen, U-Bahnwaggons und Industrieviertel der Stadt, deren Mythos sich auflöst. Darüber legt sich ihre Stimme, die aus Briefen ihrer Mutter zuhause in Brüssel vorliest: Alltägliches, kleine Nachrichten, Sorgen und Bitten. Die Gegenüberstellung von Bild und Text erzeugt Distanz. Zwischen Europa und Amerika, vor allem aber zwischen dem Gefühl von Ankommen und
Mi, 21.10., 17:30
Wellen Wende
Wellen Wende
»Die Tage sind lang, aber die Jahre sind kurz« – ein Satz, den junge Eltern wohl irgendwann alle hören. Für Judith, Doris, Nina, Ludisis und Luise ist er Realität. Josephine Ahnelt begleitet die fünf Frauen durch die ersten Monate nach der Geburt. Euphorie, Überforderung, Nähe und Einsamkeit liegen in dieser Zeit oft nur wenige Augenblicke voneinander entfernt. In warmen 16-mm-Bildern fängt der Film einen Alltag aus Wäschebergen, Schlafmangel und Momenten des Zweifelns ein und macht postpartale
Mi, 21.10., 18:00
Das Auge des Kinos Fritz Lang #2
Scarlet Street
Auf seinem nächtlichen Heimweg eilt ein unscheinbarer Buchhalter einer Frau zur Hilfe, die von einem Mann auf der Straße geschlagen wird. Seine Hilfsbereitschaft fordert ihren Tribut: Von ihrer Schönheit immer mehr in den Bann gezogen, rutscht er zusehends ab … In vielerlei Hinsicht ist das das finstre Spiegelbild zu THE WOMAN IN THE WINDOW: Wieder steht ein unauffälliger Typ im Mittelpunkt, wieder spielt ein Porträt eine entscheidende Rolle und wieder gibt es ein Verbrechen, für das anscheinend
Mi, 21.10., 19:00
Chantal Akerman
Toute une nuit
Eine Sommernacht in Brüssel. Menschen verlassen Wohnungen, warten vor Haustüren, fallen einander in die Arme oder gehen wortlos auseinander. Die flüchtigen Begegnungen verwebt Akerman zu einer nuancierten Partitur aus Blicken, Gesten, Bewegungen. Dialoge treten dabei in den Hintergrund, stattdessen bestimmen Schritte, Musikfetzen und Geräusche den Rhythmus. Jede Szene scheint immer nur einen einzigen Augenblick festzuhalten – den Moment, in dem Begehren, Hoffnung oder Enttäuschung sichtbar werde
Mi, 21.10., 19:45
Dark Gentleman – Christoph Waltz zum 70. Geburtstag
Dead for a Dollar
Fast fünf Jahrzehnte nach seinem Regiedebüt kehrt Walter Hill, einer der großen Spezialisten des schnörkellosen Actionkinos, noch einmal in den Wilden Westen zurück. Gewidmet seinem Vorbild Budd Boetticher, dessen Vorliebe für moralische Grauzonen und unprätentiöse Inszenierung er teilt, ist dieses Alterswerk aber mehr als eine nostalgische Rückschau: Der Beweis, dass es keine spektakulären Mittel braucht, solange man weiß, wie man Geschichten richtig erzählt, d. h., sein Handwerk beherrscht. De
Mi, 21.10., 20:00
Eröffnung Bar Lamarr
Eröffnung Bar Lamarr
Die Bar Lamarr ist Wiens neues cineastisches Wohnzimmer im METRO Kinokulturhaus. Im ehemaligen Balkon-Foyer des Hauses hat Interieur-Spezialist Gregor Eichinger eine stylische Kinolounge mit Bar eingerichtet. Das Design nimmt Elemente des Art-Deco und der goldenen Hollywood-Ära der 1930er- und 1940er-Jahre auf. Eine Ära, in der Hedy Lamarr als »schönste Frau der Welt« vermarktet wurde. Der vom Filmarchiv Austria erworbene Nachlass der legendären Wiener Schauspielerin wird in der Bar Lamarr in we
Mi, 21.10., 20:30
Eröffnung Bar Lamarr
The Strange Woman
Hedy Lamarr brilliert hier auf eine Art, die viele ihrer Frauenrollen durchbricht. Abgesehen von ihrer bewegenden, er- und verschreckenden Darstellung hat sie den Film auf allen Ebenen des Drehbuchs, Castings und der Produktion mitgestaltet. Ein junges Mädchen, das weiß, was es will – eine Frau, die durchsetzt, was sie will. Es geht um sozialen Aufstieg um jeden Preis, um bürgerliche Anerkennung, Liebe, die sich den Konventionen widersetzt und um die Grenzen patriarchalischer Verhältnisse. Die H
Mi, 21.10., 21:00
Universum Jelinek
Vertigo
Carte blanche
In seinem 45. Spielfilm erreicht der master of suspense den vielleicht schwindelerregendsten Punktseiner Karriere. Das titelgebende Gefühl meint nichtnur die Furcht vor dem Abgrund, sondern vor allem den Strudel aus Obsessionen, in den Hitchcock seine Figuren stürzen lässt. Der an Höhenangst leidende Ex-Polizist Scottie soll eine geheimnisvolle Frau beschatten, die ihn zunehmend in ihren Bann zieht. Chantal Akerman: »VERTIGO ist ein hervorragend fotografierter Film über den Fetischismus, also da