Sa, 6.12., 13:00
25 Jahre dok.at
Zero Crossing + Heldenplatz, 13. Februar 2000
Als das Kabinett Schwarz-Blau I 2000 unterirdisch zur Angelobung schritt, trieben die Menschen auf die Straßen, um ihren Protest kundzutun. Unter dem Motto »Die Kunst der Stunde ist Widerstand« entstand eine Fülle an Arbeiten. Beide Filme zeigen Menschen, die ihre Ablehnung gegenüber der neuen Regierung zum Ausdruck bringen.
(Florian Widegger)
In Anwesenheit von Constantin Wulff und Johannes Holzhausen
Sa, 6.12., 15:30
25 Jahre dok.at
Unser täglich Brot
Willkommen in der Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion und der High-Tech-Landwirtschaft! Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen gibt der Film kommentarlos Einsicht in die Orte, an denen Nahrungsmittel in Europa produziert werden: monumentale Räume, surreale Landschaften und bizarre Klänge. Geyrhalter: »Dem Kreislauf von Angebot und Nachfrage, Preisdruck und Effizienz kommt man mit Moralismus nicht bei.«
In Anwesenheit von Nikolaus Geyrhalter
Sa, 6.12., 16:00
Kinder Kino Klassiker
Pippi geht von Bord
HÄR KOMMER PIPPI LÅNGSTRUMP
Pippi möchte mit ihrem Vater ins Taka-Tuka-Land fahren, doch ihre Freunde Tommy und Annika sind darüber so traurig, dass sie die Reise vorerst verschiebt. Stattdessen erleben sie witzige Abenteuer mit Krummelus-Pillen und einer Sachensuche. Auch der Zeichenunterricht in der Schule ist eine Herausforderung. Die Tage vergehen, es beginnt zu schneien, und plötzlich steht Weihnachten vor der Tür. Wie Pippi Langstrumpf diese wohl verbringen wird?
(Raimund Fritz)
Sa, 6.12., 17:30
Schnitzler im Kino
Der junge Medardus
Fünf Jahre nach ihrem Ende liefert die Monarchie 1923 kommerziell verwertbare nostalgische Filmstoffe. Medardus trägt auf der Leinwand weniger neurotische als heroische Züge. Schnitzler akzeptierte zwar die ausgiebigen Schlachtenszenen, in denen wohl noch die realen Erlebnisse des Ersten Weltkriegs nachhallen, über die Darstellung Napoleons als überlebensgroße Figur war er wenig erfreut.
Mit Live-Musikbegleitung von Benedikt Vecsei
freier Eintritt für FAA-Clubmitglieder mit Begleitung
Sa, 6.12., 18:00
Karl-Markus Gauß: Schlendern ist mein Metier
Karl-Markus Gauß: Schlendern ist mein Metier
Johannes Holzhausen: »Der Film ist eine Hommage an die Kunst des langsamen Reisens, und ich hoffe, dass er die Menschen inspiriert, unsere Welt in ihrer historischen Tiefe bewusster wahrzunehmen.« Der Schriftsteller und Philosoph Karl-Markus Gauß ist vor allem für seine Reiseliteratur über die Minderheiten Europas bekannt. Die Geschichten, die ihm erzählt werden und die Geschichten, die er erzählt, sind ein Ankämpfen gegen das Vergessen, gerade auch im Angesicht der eigenen Vergänglichkeit. SCHL
Sa, 6.12., 18:30
25 Jahre dok.at
Kurz davor ist es passiert
Fünf Geschichten von Frauen, die unsichtbar bleiben. Täglich könnten wir Tätern und Opfern begegnen, sie vielleicht schon lange kennen. Zwangsprostitution, Unterdrückung, physische und psychische Gewalt werden nicht visualisiert – der Film entwickelt sich in der eigenen Vorstellung und schafft doch ein Verstehen des Grauens, das diesen Erfahrungen zugrunde liegt.
(Kristina Höch)
In Anwesenheit von Anja Salomonowitz
Sa, 6.12., 19:30
Landvermessung #10
Sonne
Quasi über Nacht werden drei Teenagerinnen mit ihrer »Losing My Religion«-Performance im Hijab auf YouTube zu kleinen Berühmtheiten unter den kurdischen Muslimen in Wien. Während Nati und Bella im Rampenlicht erblühen, beginnt Yesmin, ihre Identität und Kultur zu hinterfragen – und vielleicht auch die Freundschaft. SONNE ist verspielt, facettenreich, frech – und trotzdem immer extrem am Punkt: schöner lässt sich ein Debüt eigentlich nicht erträumen.
(Florian Widegger)
Sa, 6.12., 20:00
Hommage Georg Stefan Troller
Wohin und zurück (Teil 2)
»Santa Fé«
1942: Ein Schiff läuft im Hafen von New York ein. Beim Versuch, eine Jüdin zu retten, die aus Verzweiflung ins Wasser gesprungen ist, kommt Ferry Tobler ums Leben. Ein anderer Passagier aus Wien, Freddy Wolff, kümmert sich um die Frau und versucht, in seiner neuen Umgebung Fuß zu fassen. Doch Erinnerungen, Ängste, Illusionen und Heimweh sind nicht abzuschütteln. Als Amerika in den Krieg eintritt, lässt er sich anwerben …
(Florian Widegger)