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Moos auf den Steinen

Ein verfallenes Schloss im Marchfeld: Über ihre unterschiedlichen Lebensstandpunkte verstricken sich der Literat Petrik und der geschäftstüchtige Mehlmann in Grundsatzdiskussionen über den Status quo in Österreich, jene Kräfte, die in ihm wirksam sind und die sich in den Schlossbewohnern, allen voran Erika Pluhar in ihrem Kinodebüt als junge Baronesse Julia, manifestieren … Mit MOOS AUF DEN STEINEN kommt die Kino-Moderne nach Österreich: Lhotskys Verfilmung des gleichnamigen Romans von Gerhard Fritsch nimmt Anleihen bei Resnais, Fellini und Antonioni, macht daraus aber ein Kunstwerk sui generis, wie man es hierzulande zuvor noch nicht gesehen hat. Für den Schmerz der Erinnerung findet er stets sinnbildliche Entsprechungen: »Spielt’s Wirklichkeit, Kinder!« Die Aufforderung am Schluss ist durchaus als Wunsch nach mehr Realismus im Kino selbst gemeint. Die Filmmusik stammt von Friedrich Gulda.

Online Verfügbar bis: 26.3.2026
Originaltitel: Moos auf den Steinen
Land: Österreich
Jahr: 1968
Regie: Georg Lhotsky
Buch: Georg Lhotsky, nach dem gleichnamigen Roman von Gerhard Fritsch
Kamera: Walter Kindler, Kurt Junek
Musik: Friedrich Gulda
Mit: Erika Pluhar, Heinz Trixner, Louis Ries, Johannes Schauer, Wilfried Zeller-Zellenberg, Fritz Muliar
Quelle: 35-mm-Negativ, Sammlung Filmarchiv Austria
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2018