Programm aktuell
Mo, 29.9., 17:45
Televisionen 70 Jahre ORF
Vielgeliebtes Österreich 7 In der Soboth / Flachgau
Von 1975 bis 1977 führt der ORF seine eigene Landvermessung durch: Unter dem Namen VIELGELIEBTES ÖSTERREICH entstehen 14 etwa einstündige Episoden, die sich in ihren formalen und inhaltlichen Zugängen so sehr unterscheiden wie die Regionen, die sie porträtieren. Einige dieser Beiträge sind inzwischen auch außerhalb dieses Sendekontexts relevant geworden – man kann sie durchaus als Vorläufer des heute vielfach geschätzten essayistisch-dokumentarischen österreichischen Films betrachten. »Ramsau am
Mo, 29.9., 18:15
Tribute to Dieter Pochlatko
Atmen
Sowohl für seinen Regisseur als auch für seinen Hauptdarsteller markiert ATMEN das Debüt – und beide erhielten dafür zahlreiche Auszeichnungen. Ein stimmungsvoller, empathischer Film über einen jungen Mann, der nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens steht und sich nun aus einer Umgebung, die ihn geradezu erstickt, aufmacht, mit sich und seiner Situation ins Reine zu kommen, zu atmen. Roman verbüßt seine mehrjährige Haftstrafe im Jugendgefängnis. Als Freigänger bewirbt er sich für einen Job
Mo, 29.9., 18:45
Familienbande - Zehn Filme von Hirokazu Kore-eda
Aruitemo, aruitemo STILL WALKING
Die Gelassenheit, mit der sich Kore-edas nur an der Oberfläche unscheinbare Familiengeschichten entfalten, findet hier einen weiteren Höhepunkt. Von der ersten Sekunde an schließt man seine liebenswürdigen Figuren mit all ihren kleinen Schrullen ins Herz und begleitet sie nur zu gerne durch jenen heißen Sommertag, an dem sie sich wie jedes Jahr eingefunden haben, um gemeinsam den Tod des ältesten Sohnes zu betrauern. Wenn die drei verschiedenen Generationen zusammenkommen, offenbart sich das Unt
Mo, 29.9., 19:45
Second Life
Espion, leve-toi DER MAULWURF
Der Ende März 2025 verstorbene Yves Boisset gilt als Spezialist für packende Politthriller und spannende Spionagefilme. Hier verwebt er beide Genres in ein komplexes Geflecht, in dem ehemalige Geheimdienstler, linksextreme Terroristen und zwielichtige Regierungsvertreter aufeinandertreffen. Ein erlesenes Ensemblestück, das verun­ sichert und den Pessimismus der Bleiernen Jahre widerspiegelt. (Florian Widegger)
Mo, 29.9., 20:15
Susanne Zanke
Eine Minute Dunkel macht uns nicht blind
»Ich besuche doch nur meine Schwester in Wien, in drei Wochen bin ich wieder zurück!« Aus den drei Wochen werden schließlich mehrere Jahre, die die Architektin Margarete Schütte-Lihotzky, ihres Zeichens Entwicklerin der Frankfurter Küche und Kommunistin, in den Gefängnissen der Nazis zubringen muss, nachdem sie und andere Mitglieder einer Widerstandsgruppe auffliegen und von der Gestapo verhaftet werden. Nach ihren Erinnerungen erzählt Zanke in nüchternen Schwarzweißbildern, in denen sich kunstv
Mo, 29.9., 21:00
Classic Line
Videodrome
Als Betreiber eines privaten Fernsehsenders ist Max stets auf der Suche nach besonders reißerischen Inhalten. Der Piratenkanal »Videodrome«, auf dem ausschließlich Sex und Gewalt zu sehen sind, hat es ihm dabei besonders angetan … Die medienkritische Parabel von der Transformation von Körper, Geist und Maschine zu einem neuen Organismus ist ein rätselhaft-verstörendes wie obsessiv-kompromissloses Highlight Cronenbergs: Long live the new flesh! (Florian Widegger) Neu restaurierte Fassung
Programmübersicht
Retrospektive
Do, 5. Feb. - Mi, 4. März
Ellen Richter: Die große Unbekannte des Weimarer Kinos Die Filmgeschichte ist weiblich #2
»B is zur Anwendung der NS-Maßnahmen gegen jüdische Filmschaffende war ich in Berlin unter dem Namen Ellen Richter selbständige Filmproduzentin, Star und Inhaberin aller Geschäftsanteile der 1920 gegründeten Ellen Richter Film GmbH. Ich gehörte der Spitzenorganisation der Deutschen Filmindustrie an, schuf den überaus erfolgreichen Typ der Abenteuer-Reisefilme und finanzierte meine Produktionen insofern selbst, als ich alle aufzubringenden Barleistungen stets aus eigenen Mitteln bestritt. Insgesa
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Do, 5. Feb. - Mi, 4. März
Jim Jarmusch Das Gesamtwerk
Gäbe es den Begriff »Independent Filmemacher« nicht, für Jim Jarmusch müsste man ihn erfinden. Im fünften Jahrzehnt seiner Regiekarriere hat er nicht nur fast alle bedeutenden Preise gewonnen (zuletzt in Venedig den Goldenen Löwen für FATHER MOTHER SISTER BROTHER, den wir ab 27.2. als Kinostart zeigen) – er wurde zur regelrechten Ikone, deren Arbeiten Genregrenzen aufheben und von seinem Faible für lakonischen Witz und minimalistische Bildsprache geprägt sind. Im Februar laden wir längst überfäl
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Fr, 6. Feb. - Mi, 4. März
Sergei Loznitsa Geschichte ganz nah
Im Februar widmen wir uns dem vielschichtigen Werk von Sergei Loznitsa, einem der prägendsten europäischen Filmemacher der Gegenwart. Seine dokumentarischen und fiktionalen Arbeiten verbinden analytische Präzision mit poetischer Strenge und eröffnen dabei neue Perspektiven auf Geschichte, Erinnerung und Gewalt. Die Schau präsentiert zentrale Filme aus über zwei Jahrzehnten – vom frühen Found Footage bis hin zu aktuellen Arbeiten über den Krieg in der Ukraine. Wir freuen uns besonders, dass Serg
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Do, 26. Feb. - So, 1. März
Wild Weekend Goes East
Zum siebten Mal laden wir zum verlängerten Wochenende durch die abseitigen wie kultigen Gefilde der Filmgeschichte und versprühen Bahnhofskinoflair im Historischen Saal. Auf unserer Reiseroute durch Fernost treffen wir unter anderem auf wagemutige Superhelden, gefräßige Riesenechsen oder zerstörungswütige Motorradfahrer. Natürlich ausschließlich in glorious 35 mm, mit kurzen Einführungen und Trailershows vor jeder Vorstellung.
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Do, 5. März - Fr, 3. April
Ida Lupino – Female Hollywood Die Filmgeschichte ist weiblich #3
In einer Industrie, in der die Regeln von Männern geschrieben werden, wird Ida Lupino (1918–1995) eine zentrale Figur der Filmgeschichte. Zunächst als Schauspielerin bekannt, nutzt sie ihre Position früh, um sich Freiräume und künstlerische Autonomie zu erkämpfen. Als Mitbegründerin der unabhängigen Produktionsfirma The Filmakers und eine der ersten Regisseurinnen Hollywoods dreht sie zwischen 1949 und 1953 eine Handvoll Filme, die sich den Studiokonventionen entziehen. Die Tochter eines britis
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Do, 5. März - Di, 7. April
Iran hautnah. Filme von Jafar Panahi
»Wenn die Welt heute nicht auf diese eklatante Gewalt reagiert, dann ist nicht nur der Iran, sondern die ganze Welt in Gefahr.« Mit einem flammenden Plädoyer meldet sich Jafar Panahi bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises Mitte Jänner zu Wort. Ein furchtloser Filmemacher, dessen Werk seit Jahrzehnten aus konkreter Erfahrung mit Verboten, Drohungen und Gefängnisstrafen entsteht und dabei mit untrüglichem Gespür für Zwischentöne künstlerische und moralische Fragen verhandelt. Unsere Retro
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Mo, 9. März - Di, 7. April
Tribute to Jerry Lewis
Für die einen gilt er als Inbegriff des neurotischen Slapstickers, für die anderen ist er ein radikaler Erneuerer der Filmkomödie. Vermutlich war er stets beides zugleich – und noch mehr: Schauspieler, Regisseur, Autor, Theoretiker seines eigenen Spiels. Kaum ein Komiker hat so kompromisslos an einer Form gearbeitet und dabei so viele Irritationen ausgelöst wie Jerry Lewis (1926–2017) – eine jener Figuren der Filmgeschichte, deren Bedeutung sich erst jenseits einfacher Zuschreibungen erschließt.
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Mo, 16. März - Di, 7. April
Andrzej Wajda Geschichte und Gewissen
Kaum ein anderer Regisseur hat das polnische Kino – und das europäische Nachkriegskino insgesamt – so nachhaltig geprägt wie Andrzej Wajda (1926–2016). Geboren in eine Generation, deren Biografien von Krieg, Besatzung und politischer Gewalt unwiderruflich gezeichnet wurden, macht er das Kino zu einem Ort der Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und Verantwortung. Der Mord an seinem Vater im Kontext des Massakers von Katyn, bei dem 1940 Tausende polnische Kriegsgefangene vom sowjetischen
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Di, 17. März - Di, 24. März
Erinnerung und Vision. Kino aus Israel nach dem 7. Oktober ’23
Wie, mit welchen narrativen und ästhetischen Mitteln, kann sich die israelische Filmkultur den Ereignissen des 7. Oktober 2023 und den daraus entstehenden Folgen filmisch nähern? Wie können Schmerz und Leid, aber auch Resilienz und Hoffnung dokumentarisch und fiktional auf die Leinwand gebracht werden? Und wie kann und wird die israelische Filmkultur Erinnerung und Vision so verbinden, dass bleibende filmische Werke entstehen? Die folgende Reihe ist ein erstes Ergebnis der Zusammenarbeit mit der
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Do, 26. März - Di, 7. April
Hans Scheugl
»Mein erster Film heißt MILIZ IN DER FRÜH. Die Miliz, die Menschen sucht und abholt, trug 20 Jahre nach Kriegsende keine Uniform, sondern tarnte sich mit Biederkeit und lebte fast unerkannt im Inneren der Gesellschaft. Diese Ambivalenz zeigt sich in meinem Film: Täter spielen Opfer, gar nicht so leicht, sich auszukennen. Heute tragen Milizen wieder Uniform (oder Springer- stiefel) und haben Namen wie ICE und stehen nicht nur in der Früh vor der Tür, womit die Sache klar ist. So deutlich erkennba
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Kinostart
Fr, 20. Feb. - So, 1. März
Dwa prokurora
Loznitsas neuer Film ist ein subversives Gerichtsdrama, angesiedelt im Jahr 1937, als sich die kommunistische Utopie längst in stalinistischen Terror verwandelt hatte. Ein junger Staatsanwalt, der noch an die Macht des Gesetzes glaubt, untersucht den Fall eines Gefangenen, dessen Brief ihn auf ein Unrecht aufmerksam macht. Mit jedem Schritt legt sich das ganze Ausmaß eines Systems offen, das keinerlei Wahrheit zulässt, und einer von Angst durchdrungenen Gesellschaft. Exklusiv im METRO Kinokultu
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Fr, 27. Feb. - Mi, 4. März
Father Mother Sister Brother
Mit seinem aktuellen Spielfilm entfaltet Jarmusch ein dreiteiliges Familienmosaik. In den USA treffen Geschwister ihren rätselhaften Vater und was er vorgibt zu sein. In Dublin prallen Tradition und Gegenwart beim jährlichen Teetreffen einer Schriftstellerin und ihrer Töchter aufeinander. Und in Paris erkunden Geschwister den modernen Lebensentwurf der Eltern anhand zurückgelassener Erinnerungsstücke.
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Do, 5. März - So, 15. März
Lois Weinberger - Ruderal Society
Aus den Zeugnissen kluger Weggefährten und in angemessener formaler Freiheit entsteht das Bild eines politisch wachen Künstlers, der einmal sagte, die Essenz seiner Arbeit wäre ein Blumentopf, den er irgendwo vergisst. (Gerhard Midding/Viennale) Do 5.3.: Premiere in Anwesenheit von Markus Heltschl und Team
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Fr, 6. März - Mo, 30. März
Vier minus drei
Ein Film über Liebe, Verlust und Hoffnung sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Kunst – basierend auf wahren Begebenheiten und dem gleichnamigen Spiegel-Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart. So 29.3.: Filmfrühstück um 11:00 Mo 30.3.: Anschließendes Gespräch mit Adrian Goiginger. In Kooperation mit ADA – Austrian Directors’ Association
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Di, 24. März - Mo, 6. April
Sehnsucht in Sangerhausen
Ursula, eine ostdeutsche Kellnerin, und Neda, eine iranische YouTuberin mit einem gebrochenen Arm, fühlen sich beide in ihren prekären Leben gefangen und einsam. Durch eine Reihe von Zufällen werden die beiden Frauen auf eine unerwartete Geistersuche in den Bergen geführt. Ein romantischer Abenteuerfilm über eine ungewöhnliche Freundschaft und die Sehnsucht nach einem anderen Leben. 24.3.: Premiere in Anwesenheit von Julian Radlmaier und Team
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Monatliche Filmreihe
Classic Line
Filmklassiker stehen wieder hoch im Kurs. Die Festivals in Cannes, Venedig, Locarno oder Bologna präsentieren neu restaurierte Versionen von All-Time-Favourites und finden damit ein begeistertes Publikum. In der monatlichen Classic Line zeigt das Filmarchiv Austria einige der spannendsten internationalen Re-Releases und Arbeiten aus der eigenen Restaurierungswerkstätte.
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Faszination Filmarchivierung
Die Reihe Faszination Filmarchivierung führt in das unbekannte Terrain des filmischen Weltkulturerbes, präsentiert Fundstücke und spannende Wiederentdeckungen. Jedes für die Leinwand zurückgewonnene Laufbild ist der Lohn beharrlicher Archivarbeit und ein kleiner Triumph über die Vergänglichkeit des Lebens.
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Jüdischer Filmclub Wien
Der Jüdische Filmclub Wien bietet einen lebendigen Ort der interkulturellen Begegnung und findet in Kooperation mit der Botschaft des Staates Israel, der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und dem Institut für Judaistik der Universität Wien statt. Das Filmarchiv Austria fungiert als Träger dieses cineastischen Forums und leistet damit einen Beitrag zur regelmäßigen Vermittlung jüdischer Filmkultur.
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Kinder Kino Klassiker
»Alle Menschen sollten ihre Kindheit von Anfang bis Ende mit sich tragen«, meinte Astrid Lindgren. Ein Ort, der das ermöglicht, ist das Kino. Das Programm der Reihe Kinder Kino Klassiker umfasst Höhepunkte und ausgesuchte Raritäten des europäischen Kinderfilmschaffens. Die Filme stammen aus den Sammlungen des Filmarchiv Austria und werden in originalen 35-mm-Kopien präsentiert.
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Wild Friday Night
Ein monatlicher Streifzug durch die abseitigen, verschmähten, provozierenden, vergessenen, dunklen, anzüglichen, auszüglichen, radioaktiven, stählernen und wilden Seiten des Kinos. Presented in glorious 35 mm, gefeiert mit einem Getränkespecial an der Bar.
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Second Life
In dieser Reihe präsentiert das Filmarchiv Austria Fundstücke aus seinen Sammlungen und bringt damit veritable Wiederentdeckungen – oft nach Jahrzehnten – wieder zurück auf die Leinwand. Diese kinoarchäologischen Expeditionen laden monatlich zu einer etwas anderen Reise durch die Filmgeschichte ein. Alle Filme werden in Form originaler 35-mm-Kopien gezeigt.
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Ein Abend mit
In regelmäßigen Abständen holen wir Film- und Kulturschaffende aus den unterschiedlichsten Bereichen vor den Vorhang und laden sie ein, mit uns und dem Publikum im METRO Kinokulturhaus einen Abend zu verbringen und ihre Arbeiten zu präsentieren.
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Stummfilmzauber
Wenn historische Lichtspiele mit inspirierter Live-Musik in einen Dialog treten, entstehen die oft intensivsten und glückhaftesten Kinomomente. Die in Zelluloid aufgespeicherte, rund 100 Jahre alte Filmkunst verbindet sich in magischer Weise mit der Gegenwart und wird höchst lebendig. Ein Synonym für atemberaubende Stummfilmmusik ist Gerhard Gruber, der monatlich ausgewählte Highlights der Filmgeschichte am Klavier live begleitet. Ein außergewöhnliches Kinovergnügen – auch für Kinder und Jugendl
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Living Collection
Nicht nah genug! Komm näher, sei nicht so scheu! Näher, näher, nein, warte, das ist zu nah. Verschwinde bitte… Oh nein, komm zurück! Das Verlangen nach Verbindung, Verständnis und Liebe ist ein zentrales Gefühl der Menschlichkeit. Manchmal führt dieses Streben zur Tragödie, manchmal zum Glück und manchmal ist es eine schmerzhafte Verschmelzung von beidem. Das Filmprogramm wurde von Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung „Der rote Faden“ am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenscha
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Festival