Programm aktuell
Di, 24.6., 18:00
Die rote Traumfabrik
Herr Puntila und sein Knecht Matti
Unterhaltungskino mit Verfremdungseffekt: Trinkt Herr Puntila zu viel Alkohol, wird er »ein guter Mensch und sieht weiße Mäuse«, sagt sein Knecht, mit dem er sich dann regelmäßig verbrüdert … Brecht konnte dieser Verfilmung, die kurz vor seinem Tod entstand, nur wenig abgewinnen – doch das Zusammenspiel von Bois als Trunkenbold und Engelmann als hemdsärmeligen Vertreter der Arbeiterklasse sowie Hanns Eislers Musikuntermalung sind eine Entdeckung wert. (Florian Widegger)
Di, 24.6., 18:30
FREUDvolles Kino
Tystnaden
»Moralschädliche Aufreizung« oder »unantastbares Kunstwerk«? Kaum ein anderer Film des schwedischen Regisseurs hinterließ sein Publikum derart gespalten wie die Geschichte zweier Schwestern, von denen eine schwerkrank von ihrer Liebe zur anderen zerstört wird, während diese sich in einer fremden Stadt fremden Männern hingibt … Die Massen stürmten in dieses frostige Melodram, das ob seiner Freizügigkeit einen veritablen Skandal ausgelöst hat. (Florian Widegger)
Di, 24.6., 19:00
Landvermessung #6
Arena besetzt
»Und darum gemma ned weg, bis ma die Arena hab’n, mir lossn uns ned vajog’n, na, mir hoidn olle zsamm …« – Von einer derartigen Utopie des gesellschaftlichen Zusammenhalts singt einer von den tausenden Wiener:innen, die im Sommer 1976 zwölf Wochen lang die Arena in Wien St. Marx besetzen. Nach ihrem Wunsch soll dort ein Jugend-, Kultur- und Kommunikationszentrum entstehen, die Stadt Wien hat jedoch andere Pläne und das Areal an eine Textilfirma verkauft. ARENA BESETZT ist ein bemerkenswertes Dok
Di, 24.6., 20:00
Second Life
Incident... und sie kannten kein Erbarmen
Die jugendlichen Gangster Artie und Joe besteigen spätabends eine New Yorker U-Bahn, blockieren die Ausgänge des Waggons und beginnen, die Insassen zu terrorisieren. Ein beklemmendes Sozialdrama über Gewalt und Macht, das zum Großteil in einem Studio gedreht wurde, weil die Behörden – aus Furcht vor schlechter Publicity – keine Drehgenehmigung erteilten. Zu sehen sind die kommenden Stars Tony Musante, Martin Sheen (sein Kinodebüt) und Beau Bridges. (Raimund Fritz)
Di, 24.6., 20:30
FREUDvolles Kino
Ossessione
Eine Frau und zwei Männer – aus dieser Ur-Konstellation formt Visconti ein Drama, das als Geburtsstunde des Neorealismus gilt. Gino verfällt Giovanna, der Frau eines Tankstellenbesitzers. Gemeinsam planen sie, den ungeliebten Gatten loszuwerden … Der Film wurde sogleich verboten und erst nach dem Krieg wieder freigegeben. Bernd Kiefer: »In OSSESSIONE weiß keine Figur, was Glück wirklich sein könnte. Visconti lässt sie alle scheitern.« (Florian Widegger)
Di, 24.6., 21:00
Classic Line
The Pink Panther
Ein gewitzter Juwelendieb, genannt »das Phantom«, bereitet der Polizei graue Haare. Vor allem, wenn diese sich so ungeschickt verhält wie Inspektor Clouseau, dem er immer wieder entwischt. Die Spur seines letzten Coups führt Clouseau in den Wintersportort Cortina d’Ampezzo. Dort urlaubt auch die betuchte Prinzessin Dala von Lugasch – mit einem legendären Diamanten im Gepäck. Und das Chaos nimmt seinen Lauf … Ursprünglich war Peter Ustinov für die Rolle des Clouseau vorgesehen, zog aber im letzte
Programmübersicht
Retrospektive
Mi, 8. April - Mi, 6. Mai
History of Horror #1 »Das Unheimliche«
Von den einen verteufelt, von den anderen verehrt – in den kommenden drei Monaten widmen wir uns einem Filmgenre, das die Gemüter seit jeher spaltet. Vielleicht auch deshalb, weil es selbst von einem Widerspruch lebt: der Lust an der Angst. Horrorkino versetzt in Alarmbereitschaft und erlaubt zugleich die sichere Distanz zur Bedrohung. Seit seinen Anfängen fungiert es darüber hinaus als Resonanzraum gesellschaftlicher Spannungen – ein Ort, an dem Traumata, repressive Ordnungen, Schuldgefühle, mo
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Mi, 8. April - Mi, 6. Mai
Lars von Trier Die Kinofilme
Genie oder Scharlatan – über diese Frage ließ der britische Guardian vor einigen Jahren im Hinblick auf Lars von Trier abstimmen. 60 % tendierten zu ersterem – was wiederum viel über die öffentliche Wahrnehmung des dänischen Enfant terrible aussagt. Seinen 70. Geburtstag am 30. April nehmen wir zum Anlass, um auf sein faszinierendes wie streitbares Schaffen zurückzublicken, das die Kinomoderne entscheidend mitgeprägt hat, und das unter anderem zwischen selbst auferlegten Regeln und dem genussvol
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Mi, 8. April - Mi, 6. Mai
Claire Denis zum 80. Geburtstag Die Filmgeschichte ist weiblich #4
Seit ihrem Debütfilm Ende der 1980er-Jahre steht die französische Regisseurin Claire Denis für ein Kino, das sich einfachen Kategorien entzieht. Ihre Filme bewegen sich zwischen intimen Beziehungen und größeren politischen Zusammenhängen, zwischen Realismus, Genre und poetischer Abstraktion. Körper, Räume und Atmosphären stehen im Mittelpunkt ihrer sinnlichen, oft elliptischen Erzählungen, die offen sind für Ambivalenzen. Unsere Retrospektive anlässlich ihres 80. Geburtstags lädt mit einer Auswa
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Do, 30. April - Di, 5. Mai
King of Silents Gerhard Gruber zum 75. Geburtstag
Seit über drei Jahrzehnten ist der 1951 im Mühlviertel geborene Pianist Gerhard Gruber gern gesehener Gast und profilierter Stummfilmbegleiter – nicht nur in unserem Haus. Ursprünglich fasziniert ihn Jazzmusik, seine Neugierde führt ihn jedoch früh zum Kino, wo er sich bald einen Namen als Spezialist für die Klassiker des frühen Kinos macht. Internationale Festivalauftritte, Kooperationen mit Archiven und Kinematheken sowie zahllose Einladungen zu Retrospektiven, die ihn um den ganzen Globus füh
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Do, 7. Mai - Mi, 3. Juni
History of Horror #2 »Das Übersinnliche«
Was sich unserer Wahrnehmung entzieht, wissenschaftlich nicht erklärbar ist und dennoch Spuren hinterlässt, nennen wir das Übersinnliche. Gerade im Horrorkino nimmt es viele Gestalten an und begegnet uns als Geist, als Fluch, als unsichtbare Macht, die in das Sichtbare eingreift. Während wir im ersten Teil unserer Reise durch den Horrorfilm jenem Unheimlichen nachspürten, das im Vertrauten wurzelt, öffnet unser zweites Kapitel den Blick auf eine andere Ordnung – eine, die sich rationalen Erkläru
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Do, 7. Mai - Mi, 3. Juni
Forever Marilyn Die Filmgeschichte ist weiblich #5
Selten geht von einer Schauspielerin über 60 Jahre nach ihrem Tod eine so ungebrochene Faszination aus wie von Marilyn Monroe. Ihr Gesicht ist nach wie vor ikonisch, ihre Geschichte von (ungelösten) Mythen umrankt. Sie ist der Inbegriff einer von Konsum und Vergnügen bestimmten Epoche, die von Amerika aus ihren Siegeszug antritt, und einer neuen Vorstellung davon, was es bedeutet, ein Star zu sein – inklusive all der Schattenseiten des Rampenlichts. Ihren 100. Geburtstag am 1. Juni feiern wir mi
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Do, 7. Mai - Mi, 3. Juni
Im Osten viel Neues. Filmgeschichte(n) aus der DDR
Als am 17. Mai 1946 die Deutsche Film-AG, kurz DEFA, in Potsdam-Babelsberg gegründet wird, beginnt ein einzigartiges Kapitel europäischer Filmgeschichte. In den Trümmern des Zweiten Weltkriegs entsteht ein Kino, das nicht nur zur Ablenkung und Unterhaltung dienen möchte, sondern sich als Labor gesellschaftlicher Selbstverständigung, als ein Ort politischer, ästhetischer und moralischer Auseinandersetzung begreift. 80 Jahre später bietet dieses Jubiläum Anlass, Rückschau zu halten – auf ein Werk,
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Fr, 22. Mai - So, 28. Juni
Armin Mueller-Stahl Schauspieler zwischen den Welten
Zwischen Präsenz und Zurückhaltung, Eigensinn und Anpassung: Armin Mueller- Stahl gehört zu jenen Darstellern, die sich nie ganz festlegen lassen. Seine Figuren wirken oft kontrolliert, fast unauffällig – und entfalten gerade daraus ihre Tiefe. Ob im Kino der DDR, im westdeutschen, später europäischen Autorenfilm oder in Hollywoodproduktionen. Anlässlich der Ausstellung Film.Stills folgen wir in einer zweiteiligen Retrospektive einem Schauspieler, dessen Weg von Brüchen geprägt ist und gerade da
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Kinostart
Film
Universität
Monatliche Filmreihe
Classic Line
Filmklassiker stehen wieder hoch im Kurs. Die Festivals in Cannes, Venedig, Locarno oder Bologna präsentieren neu restaurierte Versionen von All-Time-Favourites und finden damit ein begeistertes Publikum. In der monatlichen Classic Line zeigt das Filmarchiv Austria einige der spannendsten internationalen Re-Releases und Arbeiten aus der eigenen Restaurierungswerkstätte.
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Faszination Filmarchivierung
Die Reihe Faszination Filmarchivierung führt in das unbekannte Terrain des filmischen Weltkulturerbes, präsentiert Fundstücke und spannende Wiederentdeckungen. Jedes für die Leinwand zurückgewonnene Laufbild ist der Lohn beharrlicher Archivarbeit und ein kleiner Triumph über die Vergänglichkeit des Lebens.
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Jüdischer Filmclub Wien
Der Jüdische Filmclub Wien bietet einen lebendigen Ort der interkulturellen Begegnung und findet in Kooperation mit der Botschaft des Staates Israel, der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und dem Institut für Judaistik der Universität Wien statt. Das Filmarchiv Austria fungiert als Träger dieses cineastischen Forums und leistet damit einen Beitrag zur regelmäßigen Vermittlung jüdischer Filmkultur.
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Kinder Kino Klassiker
»Alle Menschen sollten ihre Kindheit von Anfang bis Ende mit sich tragen«, meinte Astrid Lindgren. Ein Ort, der das ermöglicht, ist das Kino. Das Programm der Reihe Kinder Kino Klassiker umfasst Höhepunkte und ausgesuchte Raritäten des europäischen Kinderfilmschaffens. Die Filme stammen aus den Sammlungen des Filmarchiv Austria und werden in originalen 35-mm-Kopien präsentiert.
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Wild Friday Night
Ein monatlicher Streifzug durch die abseitigen, verschmähten, provozierenden, vergessenen, dunklen, anzüglichen, auszüglichen, radioaktiven, stählernen und wilden Seiten des Kinos. Presented in glorious 35 mm, gefeiert mit einem Getränkespecial an der Bar.
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Second Life
In dieser Reihe präsentiert das Filmarchiv Austria Fundstücke aus seinen Sammlungen und bringt damit veritable Wiederentdeckungen – oft nach Jahrzehnten – wieder zurück auf die Leinwand. Diese kinoarchäologischen Expeditionen laden monatlich zu einer etwas anderen Reise durch die Filmgeschichte ein. Alle Filme werden in Form originaler 35-mm-Kopien gezeigt.
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Ein Abend mit
In regelmäßigen Abständen holen wir Film- und Kulturschaffende aus den unterschiedlichsten Bereichen vor den Vorhang und laden sie ein, mit uns und dem Publikum im METRO Kinokulturhaus einen Abend zu verbringen und ihre Arbeiten zu präsentieren.
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Stummfilmzauber
Wenn historische Lichtspiele mit inspirierter Live-Musik in einen Dialog treten, entstehen die oft intensivsten und glückhaftesten Kinomomente. Die in Zelluloid aufgespeicherte, rund 100 Jahre alte Filmkunst verbindet sich in magischer Weise mit der Gegenwart und wird höchst lebendig. Ein Synonym für atemberaubende Stummfilmmusik ist Gerhard Gruber, der monatlich ausgewählte Highlights der Filmgeschichte am Klavier live begleitet. Ein außergewöhnliches Kinovergnügen – auch für Kinder und Jugendl
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Filmfrühstück
An ausgewählten Sonntagen laden wir zu einem genussvollen Start in den Kinotag. Zu besonderen Filmschmankerln aus unserem Programm servieren wir ein reichhaltiges Frühstück aus der METRO Kinobar. Unser Filmfrühstück wird von 11:00 bis 13:00 im Foyer des METRO Kinokulturhauses in zwei Ausführungen angeboten: klassisch mit Beinschinken, Salami und Käse, oder vegetarisch mit Käse, Brie und Aufstrich. Beide Frühstücksangebote umfassen frisches Gebäck, Butter, Marmelade oder Honig, Tomaten- und Gurk
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