Programm aktuell
Fr, 28.2., 14:30
Wild Weekend meets Hofbauer-Kongress
In Frankfurt sind die Nächte heiß
Einen unschuldigen jungen Mann verschlägt es in die sündige Großstadt, wo ihm das Schicksal, die Liebe und ein paar Zuhälter übel mitspielen. Kommissar Reinisch tappt bei seinen Ermittlungen im Fall einer ermordeten Prostituierten im Dunkeln, während das »Milieu« die Sache selbst in die Hand nimmt – eine offensichtliche Reverenz an Langs »M«. Regie-Primus Rolf Olsen liefert, wie nicht anders von ihm gewohnt, einen Kolportage-Reißer erster Güte ab. (Florian Widegger)
Fr, 28.2., 16:30
Wild Weekend meets Hofbauer-Kongress
Sometime Sweet Susan
Nach einem Zusammenbruch baut die scheue Susan Vertrauen zu ihrem Therapeuten Dr. Mark auf. Dabei zeigt sich, dass neben der auf Anstand bedachten jungen Frau auch die Persönlichkeit der forschen und sexuell entfesselten Sandra in ihr lebt … Der erste Hardcore-Kinofilm mit Gewerkschaftsbeteiligung ist ein melancholisches Psychodrama über sexuelle Gewalt und Identität, das über Montage, Sound und Musik eine verstörende Innigkeit herstellt. (HAlexander Schultz)
Fr, 28.2., 18:00
Bernhard Frankfurter
Ein kämpferisches Leben - Ruth Mayenburg
Zwei hochpolitische Fernseharbeiten. Zunächst das Porträt zweier Teenager für die Sendereihe Prisma. Uli, die Adventistin, und Hardy, der Streber, besuchen beide die 7. Klasse des Wiener Gymnasiums Stubenbastei. Uli ist mit 15 von zuhause ausgezogen, lebt mit einem älteren Mann zusammen und bewundert Hitler für seinen »Idealismus«. Hardy hingegen kann nichts Faszinierendes daran finden und hält das Führerprinzip für gefährlich. In der anschließenden Reihe Zeugen unserer Zeit blickt Ruth Mayenb
Fr, 28.2., 18:30
Walter Reisch
Gaslight
Als junges Mädchen wird Paula vom Mord an ihrer Tante, der berühmten Lady Alquist, traumatisiert. Jahre später kehrt sie mit ihrem frisch angetrauten Ehemann Gregory in das leerstehende Haus ihrer Kindheit zurück. Während sie glaubt, die Schatten der Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben, geschehen kurz nach ihrer Ankunft seltsame Dinge – und Paula beginnt zunehmend, an ihrem Verstand zu zweifeln … Während Walter Reisch die Besetzung der beiden Hauptdarsteller als Fehler ansah, schöpft Geo
Fr, 28.2., 20:00
Bernhard Frankfurter
Am Beispiel 33/38 – Zwischenbilanz einer Generation
Ein zweiteiliger Interviewfilm, Frankfurters erste Großtat: 13 Menschen aus Österreich und vier aus Deutschland, alle 1933 oder 1938 geboren, reflektieren stellvertretend für eine Generation darüber, ob und wie die Geschichte sie geformt hat. So unterschiedlich Herkunft und Lebenswege der Befragten sind – vom Kranführer aus Linz über die Hausfrau aus Wien und den Schuldirektor aus Tirol bis zur Verlagslektorin aus Salzburg –, ihre Erfahrungen mit Schule und Elternhaus ähneln einander durchaus:
Fr, 28.2., 20:30
Wild Weekend meets Hofbauer-Kongress
Brandung der Leidenschaft
Zwei Männer, das Meer und eine Frau, die sich vor der geduldigen Weite des Letzteren nicht in die Enge etwaiger Besitzansprüche begeben mag – viel mehr braucht Fernández nicht, um aus meisterlich choreografierten Blickduellen und Bewegungen voller mühsam gezähmter Begierde und Rage eine filmische Essenz der dem Melodram inhärenten Erotik zu destillieren und von der Unausweichlichkeit unserer Sehnsüchte und Begierden zu erzählen. (Hofbauer Kommando)
Fr, 28.2., 21:00
Classic Line
Pat Garrett & Billy the Kid
New Mexico, 1881: Der Wilde Westen befindet sich im Umbruch. Wohlhabende Landbesitzer ernennen den Revolverhelden Pat Garrett zum Sheriff. Sie hoffen, in ihm einen Verbündeten im Kampf gegen seinen früheren Weggefährten, den berüchtigten Outlaw Billy the Kid, zu haben. Pat gibt seinem alten Freund fünf Tage, um sich aus dem Staub zu machen, doch Billy denkt gar nicht daran, sich der Staatsgewalt zu beugen … Während der eine sich also mit den neuen Gegebenheiten (und dem Kapital) arrangiert, häng
Fr, 28.2., 22:30
Wild Weekend meets Hofbauer-Kongress
Wovon die Frauen träumen - Der Orgasmologe
Die erste deutsch-israelische Sexkomödie, drei Jahre vor »Eis am Stiel«: Bibi, ein unschuldiger Junge vom Lande, zieht zu seiner Großmutter nach Tel Aviv. Verdorben durch die sinnlichen Genüsse der Großstadt, reüssiert er bald als professioneller »Orgasmologe« und muss sich wegen Sittenwidrigkeit vor Gericht verantworten. In die Mühlen der israelischen Justiz geriet auch der Softerotik-Film selbst: Als »Pornographie« wurde ihm keine Freigabe erteilt. (Hofbauer Kommando)
Programmübersicht
Retrospektive
Do, 5. März - Fr, 3. April
Ida Lupino – Female Hollywood Die Filmgeschichte ist weiblich #3
In einer Industrie, in der die Regeln von Männern geschrieben werden, wird Ida Lupino (1918–1995) eine zentrale Figur der Filmgeschichte. Zunächst als Schauspielerin bekannt, nutzt sie ihre Position früh, um sich Freiräume und künstlerische Autonomie zu erkämpfen. Als Mitbegründerin der unabhängigen Produktionsfirma The Filmakers und eine der ersten Regisseurinnen Hollywoods dreht sie zwischen 1949 und 1953 eine Handvoll Filme, die sich den Studiokonventionen entziehen. Die Tochter eines britis
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Do, 5. März - Di, 7. April
Iran hautnah. Filme von Jafar Panahi
»Wenn die Welt heute nicht auf diese eklatante Gewalt reagiert, dann ist nicht nur der Iran, sondern die ganze Welt in Gefahr.« Mit einem flammenden Plädoyer meldet sich Jafar Panahi bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises Mitte Jänner zu Wort. Ein furchtloser Filmemacher, dessen Werk seit Jahrzehnten aus konkreter Erfahrung mit Verboten, Drohungen und Gefängnisstrafen entsteht und dabei mit untrüglichem Gespür für Zwischentöne künstlerische und moralische Fragen verhandelt. Unsere Retro
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Mo, 9. März - Di, 7. April
Tribute to Jerry Lewis
Für die einen gilt er als Inbegriff des neurotischen Slapstickers, für die anderen ist er ein radikaler Erneuerer der Filmkomödie. Vermutlich war er stets beides zugleich – und noch mehr: Schauspieler, Regisseur, Autor, Theoretiker seines eigenen Spiels. Kaum ein Komiker hat so kompromisslos an einer Form gearbeitet und dabei so viele Irritationen ausgelöst wie Jerry Lewis (1926–2017) – eine jener Figuren der Filmgeschichte, deren Bedeutung sich erst jenseits einfacher Zuschreibungen erschließt.
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Mo, 16. März - Di, 7. April
Andrzej Wajda Geschichte und Gewissen
Kaum ein anderer Regisseur hat das polnische Kino – und das europäische Nachkriegskino insgesamt – so nachhaltig geprägt wie Andrzej Wajda (1926–2016). Geboren in eine Generation, deren Biografien von Krieg, Besatzung und politischer Gewalt unwiderruflich gezeichnet wurden, macht er das Kino zu einem Ort der Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und Verantwortung. Der Mord an seinem Vater im Kontext des Massakers von Katyn, bei dem 1940 Tausende polnische Kriegsgefangene vom sowjetischen
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Di, 17. März - Di, 24. März
Erinnerung und Vision. Kino aus Israel nach dem 7. Oktober ’23
Wie, mit welchen narrativen und ästhetischen Mitteln, kann sich die israelische Filmkultur den Ereignissen des 7. Oktober 2023 und den daraus entstehenden Folgen filmisch nähern? Wie können Schmerz und Leid, aber auch Resilienz und Hoffnung dokumentarisch und fiktional auf die Leinwand gebracht werden? Und wie kann und wird die israelische Filmkultur Erinnerung und Vision so verbinden, dass bleibende filmische Werke entstehen? Die folgende Reihe ist ein erstes Ergebnis der Zusammenarbeit mit der
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Do, 26. März - Di, 7. April
Hans Scheugl
»Mein erster Film heißt MILIZ IN DER FRÜH. Die Miliz, die Menschen sucht und abholt, trug 20 Jahre nach Kriegsende keine Uniform, sondern tarnte sich mit Biederkeit und lebte fast unerkannt im Inneren der Gesellschaft. Diese Ambivalenz zeigt sich in meinem Film: Täter spielen Opfer, gar nicht so leicht, sich auszukennen. Heute tragen Milizen wieder Uniform (oder Springerstiefel) und haben Namen wie ICE und stehen nicht nur in der Früh vor der Tür, womit die Sache klar ist. So deutlich erkennbar
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Kinostart
Film
Universität
Monatliche Filmreihe
Classic Line
Filmklassiker stehen wieder hoch im Kurs. Die Festivals in Cannes, Venedig, Locarno oder Bologna präsentieren neu restaurierte Versionen von All-Time-Favourites und finden damit ein begeistertes Publikum. In der monatlichen Classic Line zeigt das Filmarchiv Austria einige der spannendsten internationalen Re-Releases und Arbeiten aus der eigenen Restaurierungswerkstätte.
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Faszination Filmarchivierung
Die Reihe Faszination Filmarchivierung führt in das unbekannte Terrain des filmischen Weltkulturerbes, präsentiert Fundstücke und spannende Wiederentdeckungen. Jedes für die Leinwand zurückgewonnene Laufbild ist der Lohn beharrlicher Archivarbeit und ein kleiner Triumph über die Vergänglichkeit des Lebens.
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Jüdischer Filmclub Wien
Der Jüdische Filmclub Wien bietet einen lebendigen Ort der interkulturellen Begegnung und findet in Kooperation mit der Botschaft des Staates Israel, der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und dem Institut für Judaistik der Universität Wien statt. Das Filmarchiv Austria fungiert als Träger dieses cineastischen Forums und leistet damit einen Beitrag zur regelmäßigen Vermittlung jüdischer Filmkultur.
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Kinder Kino Klassiker
»Alle Menschen sollten ihre Kindheit von Anfang bis Ende mit sich tragen«, meinte Astrid Lindgren. Ein Ort, der das ermöglicht, ist das Kino. Das Programm der Reihe Kinder Kino Klassiker umfasst Höhepunkte und ausgesuchte Raritäten des europäischen Kinderfilmschaffens. Die Filme stammen aus den Sammlungen des Filmarchiv Austria und werden in originalen 35-mm-Kopien präsentiert.
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Wild Friday Night
Ein monatlicher Streifzug durch die abseitigen, verschmähten, provozierenden, vergessenen, dunklen, anzüglichen, auszüglichen, radioaktiven, stählernen und wilden Seiten des Kinos. Presented in glorious 35 mm, gefeiert mit einem Getränkespecial an der Bar.
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Second Life
In dieser Reihe präsentiert das Filmarchiv Austria Fundstücke aus seinen Sammlungen und bringt damit veritable Wiederentdeckungen – oft nach Jahrzehnten – wieder zurück auf die Leinwand. Diese kinoarchäologischen Expeditionen laden monatlich zu einer etwas anderen Reise durch die Filmgeschichte ein. Alle Filme werden in Form originaler 35-mm-Kopien gezeigt.
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Ein Abend mit
In regelmäßigen Abständen holen wir Film- und Kulturschaffende aus den unterschiedlichsten Bereichen vor den Vorhang und laden sie ein, mit uns und dem Publikum im METRO Kinokulturhaus einen Abend zu verbringen und ihre Arbeiten zu präsentieren.
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Mi, 21. Jän.
Living Collection
Nicht nah genug! Komm näher, sei nicht so scheu! Näher, näher, nein, warte, das ist zu nah. Verschwinde bitte… Oh nein, komm zurück! Das Verlangen nach Verbindung, Verständnis und Liebe ist ein zentrales Gefühl der Menschlichkeit. Manchmal führt dieses Streben zur Tragödie, manchmal zum Glück und manchmal ist es eine schmerzhafte Verschmelzung von beidem. Das Filmprogramm wurde von Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung „Der rote Faden“ am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenscha
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Stummfilmzauber
Wenn historische Lichtspiele mit inspirierter Live-Musik in einen Dialog treten, entstehen die oft intensivsten und glückhaftesten Kinomomente. Die in Zelluloid aufgespeicherte, rund 100 Jahre alte Filmkunst verbindet sich in magischer Weise mit der Gegenwart und wird höchst lebendig. Ein Synonym für atemberaubende Stummfilmmusik ist Gerhard Gruber, der monatlich ausgewählte Highlights der Filmgeschichte am Klavier live begleitet. Ein außergewöhnliches Kinovergnügen – auch für Kinder und Jugendl
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Festival