Programm aktuell
Do, 18.9., 18:00
Sugarland
Sugarland
Eigentlich hat sich Iga auf stille, nachdenkliche Tage eingestellt, als sie mit dem Auto von Wien Richtung Schottland aufbricht. Da trifft sie an einer Tankstelle auf Ethan, einen Engländer, der eine Mitfahrgelegenheit sucht. Nach kurzem Zögern nimmt sie ihn mit, und da das Radio ohnehin nicht funktioniert, kommen sie ins Gespräch … Während das Reiseziel klar ist und die Rücklichter und Verkehrsschilder an unseren Protagonisten vorbeiziehen, beschreibt SUGARLAND eine Art Schwebezustand, ein vors
Do, 18.9., 18:30
Televisionen 70 Jahre ORF
20 Stunden mit Patti Smith
»I’ve been waiting for two years to come back to this town. Why so many geniuses came out of this town? Is there an atmosphere that produces genius?« – fragt sich die heutige Godmother of Punk anlässlich ihres Wien-Kurzbesuchs im September 1978. Rudi Dolezal begleitet sie von der Ankunft und Fahrt in die Stadt – inklusive freizügigen Bekenntnissen, die Sendereihe heißt nicht umsonst OHNE MAULKORB – bis zur Abreise am nächsten Morgen: a rough night! (Florian Widegger)
Do, 18.9., 19:00
Tribute to Dieter Pochlatko
Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus
Die Verfilmung der Memoiren des Serienmörders Jack Unterweger unter dessen reger Mitwirkung ist – in der Nachbetrachtung – aus vielerlei Gründen ein Irrtum, konnte der zur Entstehungszeit noch als »Häfenpoet« Bewunderte darin gehörig zur eigenen Fama beitragen. Bestand haben nach wie vor aber der formal spannende Aufbau und die an den Film noir gemahnenden Schwarz-Weiß-Bilder, in die die Reflexionen eines Außenseiterdaseins gegossen sind. (Florian Widegger)
Do, 18.9., 20:00
Susanne Zanke
Das gläserne Wappen
Der Tod eines Freundes aus Kindheitstagen ist Anlass für Theres, ihr bisheriges Leben Revue passieren zu lassen. Nach dem Krieg ist sie an den Ort ihrer Kindheit zurückgekehrt, um dort ihren Weg als Fotografin zu machen: »Alles kann ein Motiv sein, man muss es nur mit den richtigen Augen sehen.« Ihre unglückliche Ehe ringt ihr indes eine folgenschwere Entscheidung ab … Ein österreichisches Zeitbild und zugleich die Geschichte einer Emanzipation. (Florian Widegger)
Do, 18.9., 20:30
Familienbande - Zehn Filme von Hirokazu Kore-eda
Maboroshi no hikari MABOROSHI – DAS LICHT DER ILLUSION
Eigentlich führt sie ein harmonisches Familienleben, bis Yumiko eines Abends erfährt, dass sich ihr Mann vor einen Zug geworfen hat. Ein paar Jahre später heiratet sie wieder und zieht mit ihrem Sohn in ein kleines Dörfchen am Meer. Doch der ungelösten Frage nach dem Warum entkommt sie auch hier nicht. In enorm stimmungsvollen Bildern erzählt Kore-eda in seinem Spielfilmdebüt eine Geschichte von Trauer, Hoffnung und Verlust – und dem, was bleibt. (Florian Widegger)
Do, 18.9., 21:00
Classic Line
Blade Runner: The Final Cut
Los Angeles 2019, – heute Vergangenheit, im Jahr 1982 eine dystopische Zukunftsvision, die – obwohl anfänglich ein Misserfolg – mit ihrer einzigartigen Atmosphäre einen stilprägenden Meilenstein aus Science-Fiction, Neo-Noir und philosophischem Drama darstellt: »ein einzigartiges Gemisch von Grind und Glanz, das den Schrecken wie auch die Faszination des Kapitalismus der Reagan-Jahre in klaustrophobischen Sternberg-Texturen einfängt.« (Jonathan Rosenbaum) (Floran Widegger) Neu restaurierte Fass
Programmübersicht
Retrospektive
Do, 5. Feb. - Mi, 4. März
Ellen Richter: Die große Unbekannte des Weimarer Kinos Die Filmgeschichte ist weiblich #2
»B is zur Anwendung der NS-Maßnahmen gegen jüdische Filmschaffende war ich in Berlin unter dem Namen Ellen Richter selbständige Filmproduzentin, Star und Inhaberin aller Geschäftsanteile der 1920 gegründeten Ellen Richter Film GmbH. Ich gehörte der Spitzenorganisation der Deutschen Filmindustrie an, schuf den überaus erfolgreichen Typ der Abenteuer-Reisefilme und finanzierte meine Produktionen insofern selbst, als ich alle aufzubringenden Barleistungen stets aus eigenen Mitteln bestritt. Insgesa
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Do, 5. Feb. - Mi, 4. März
Jim Jarmusch Das Gesamtwerk
Gäbe es den Begriff »Independent Filmemacher« nicht, für Jim Jarmusch müsste man ihn erfinden. Im fünften Jahrzehnt seiner Regiekarriere hat er nicht nur fast alle bedeutenden Preise gewonnen (zuletzt in Venedig den Goldenen Löwen für FATHER MOTHER SISTER BROTHER, den wir ab 27.2. als Kinostart zeigen) – er wurde zur regelrechten Ikone, deren Arbeiten Genregrenzen aufheben und von seinem Faible für lakonischen Witz und minimalistische Bildsprache geprägt sind. Im Februar laden wir längst überfäl
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Fr, 6. Feb. - Mi, 4. März
Sergei Loznitsa Geschichte ganz nah
Im Februar widmen wir uns dem vielschichtigen Werk von Sergei Loznitsa, einem der prägendsten europäischen Filmemacher der Gegenwart. Seine dokumentarischen und fiktionalen Arbeiten verbinden analytische Präzision mit poetischer Strenge und eröffnen dabei neue Perspektiven auf Geschichte, Erinnerung und Gewalt. Die Schau präsentiert zentrale Filme aus über zwei Jahrzehnten – vom frühen Found Footage bis hin zu aktuellen Arbeiten über den Krieg in der Ukraine. Wir freuen uns besonders, dass Serg
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Do, 5. März - Fr, 3. April
Ida Lupino – Female Hollywood Die Filmgeschichte ist weiblich #3
In einer Industrie, in der die Regeln von Männern geschrieben werden, wird Ida Lupino (1918–1995) eine zentrale Figur der Filmgeschichte. Zunächst als Schauspielerin bekannt, nutzt sie ihre Position früh, um sich Freiräume und künstlerische Autonomie zu erkämpfen. Als Mitbegründerin der unabhängigen Produktionsfirma The Filmakers und eine der ersten Regisseurinnen Hollywoods dreht sie zwischen 1949 und 1953 eine Handvoll Filme, die sich den Studiokonventionen entziehen. Die Tochter eines britis
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Do, 5. März - Di, 7. April
Iran hautnah. Filme von Jafar Panahi
»Wenn die Welt heute nicht auf diese eklatante Gewalt reagiert, dann ist nicht nur der Iran, sondern die ganze Welt in Gefahr.« Mit einem flammenden Plädoyer meldet sich Jafar Panahi bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises Mitte Jänner zu Wort. Ein furchtloser Filmemacher, dessen Werk seit Jahrzehnten aus konkreter Erfahrung mit Verboten, Drohungen und Gefängnisstrafen entsteht und dabei mit untrüglichem Gespür für Zwischentöne künstlerische und moralische Fragen verhandelt. Unsere Retro
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Mo, 9. März - Di, 7. April
Tribute to Jerry Lewis
Für die einen gilt er als Inbegriff des neurotischen Slapstickers, für die anderen ist er ein radikaler Erneuerer der Filmkomödie. Vermutlich war er stets beides zugleich – und noch mehr: Schauspieler, Regisseur, Autor, Theoretiker seines eigenen Spiels. Kaum ein Komiker hat so kompromisslos an einer Form gearbeitet und dabei so viele Irritationen ausgelöst wie Jerry Lewis (1926–2017) – eine jener Figuren der Filmgeschichte, deren Bedeutung sich erst jenseits einfacher Zuschreibungen erschließt.
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Mo, 16. März - Di, 7. April
Andrzej Wajda Geschichte und Gewissen
Kaum ein anderer Regisseur hat das polnische Kino – und das europäische Nachkriegskino insgesamt – so nachhaltig geprägt wie Andrzej Wajda (1926–2016). Geboren in eine Generation, deren Biografien von Krieg, Besatzung und politischer Gewalt unwiderruflich gezeichnet wurden, macht er das Kino zu einem Ort der Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und Verantwortung. Der Mord an seinem Vater im Kontext des Massakers von Katyn, bei dem 1940 Tausende polnische Kriegsgefangene vom sowjetischen
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Di, 17. März - Di, 24. März
Erinnerung und Vision. Kino aus Israel nach dem 7. Oktober ’23
Wie, mit welchen narrativen und ästhetischen Mitteln, kann sich die israelische Filmkultur den Ereignissen des 7. Oktober 2023 und den daraus entstehenden Folgen filmisch nähern? Wie können Schmerz und Leid, aber auch Resilienz und Hoffnung dokumentarisch und fiktional auf die Leinwand gebracht werden? Und wie kann und wird die israelische Filmkultur Erinnerung und Vision so verbinden, dass bleibende filmische Werke entstehen? Die folgende Reihe ist ein erstes Ergebnis der Zusammenarbeit mit der
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Do, 26. März - Di, 7. April
Hans Scheugl
»Mein erster Film heißt MILIZ IN DER FRÜH. Die Miliz, die Menschen sucht und abholt, trug 20 Jahre nach Kriegsende keine Uniform, sondern tarnte sich mit Biederkeit und lebte fast unerkannt im Inneren der Gesellschaft. Diese Ambivalenz zeigt sich in meinem Film: Täter spielen Opfer, gar nicht so leicht, sich auszukennen. Heute tragen Milizen wieder Uniform (oder Springer- stiefel) und haben Namen wie ICE und stehen nicht nur in der Früh vor der Tür, womit die Sache klar ist. So deutlich erkennba
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Kinostart
Fr, 27. Feb. - Mi, 4. März
Father Mother Sister Brother
Mit seinem aktuellen Spielfilm entfaltet Jarmusch ein dreiteiliges Familienmosaik. In den USA treffen Geschwister ihren rätselhaften Vater und was er vorgibt zu sein. In Dublin prallen Tradition und Gegenwart beim jährlichen Teetreffen einer Schriftstellerin und ihrer Töchter aufeinander. Und in Paris erkunden Geschwister den modernen Lebensentwurf der Eltern anhand zurückgelassener Erinnerungsstücke.
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Do, 5. März - So, 15. März
Lois Weinberger - Ruderal Society
Aus den Zeugnissen kluger Weggefährten und in angemessener formaler Freiheit entsteht das Bild eines politisch wachen Künstlers, der einmal sagte, die Essenz seiner Arbeit wäre ein Blumentopf, den er irgendwo vergisst. (Gerhard Midding/Viennale) Do 5.3.: Premiere in Anwesenheit von Markus Heltschl und Team
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Fr, 6. März - Mo, 30. März
Vier minus drei
Ein Film über Liebe, Verlust und Hoffnung sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Kunst – basierend auf wahren Begebenheiten und dem gleichnamigen Spiegel-Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart. So 29.3.: Filmfrühstück um 11:00 Mo 30.3.: Anschließendes Gespräch mit Adrian Goiginger. In Kooperation mit ADA – Austrian Directors’ Association
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Di, 24. März - Mo, 6. April
Sehnsucht in Sangerhausen
Ursula, eine ostdeutsche Kellnerin, und Neda, eine iranische YouTuberin mit einem gebrochenen Arm, fühlen sich beide in ihren prekären Leben gefangen und einsam. Durch eine Reihe von Zufällen werden die beiden Frauen auf eine unerwartete Geistersuche in den Bergen geführt. Ein romantischer Abenteuerfilm über eine ungewöhnliche Freundschaft und die Sehnsucht nach einem anderen Leben. 24.3.: Premiere in Anwesenheit von Julian Radlmaier und Team
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Film
Universität
Monatliche Filmreihe
Classic Line
Filmklassiker stehen wieder hoch im Kurs. Die Festivals in Cannes, Venedig, Locarno oder Bologna präsentieren neu restaurierte Versionen von All-Time-Favourites und finden damit ein begeistertes Publikum. In der monatlichen Classic Line zeigt das Filmarchiv Austria einige der spannendsten internationalen Re-Releases und Arbeiten aus der eigenen Restaurierungswerkstätte.
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Faszination Filmarchivierung
Die Reihe Faszination Filmarchivierung führt in das unbekannte Terrain des filmischen Weltkulturerbes, präsentiert Fundstücke und spannende Wiederentdeckungen. Jedes für die Leinwand zurückgewonnene Laufbild ist der Lohn beharrlicher Archivarbeit und ein kleiner Triumph über die Vergänglichkeit des Lebens.
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Jüdischer Filmclub Wien
Der Jüdische Filmclub Wien bietet einen lebendigen Ort der interkulturellen Begegnung und findet in Kooperation mit der Botschaft des Staates Israel, der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und dem Institut für Judaistik der Universität Wien statt. Das Filmarchiv Austria fungiert als Träger dieses cineastischen Forums und leistet damit einen Beitrag zur regelmäßigen Vermittlung jüdischer Filmkultur.
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Kinder Kino Klassiker
»Alle Menschen sollten ihre Kindheit von Anfang bis Ende mit sich tragen«, meinte Astrid Lindgren. Ein Ort, der das ermöglicht, ist das Kino. Das Programm der Reihe Kinder Kino Klassiker umfasst Höhepunkte und ausgesuchte Raritäten des europäischen Kinderfilmschaffens. Die Filme stammen aus den Sammlungen des Filmarchiv Austria und werden in originalen 35-mm-Kopien präsentiert.
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Wild Friday Night
Ein monatlicher Streifzug durch die abseitigen, verschmähten, provozierenden, vergessenen, dunklen, anzüglichen, auszüglichen, radioaktiven, stählernen und wilden Seiten des Kinos. Presented in glorious 35 mm, gefeiert mit einem Getränkespecial an der Bar.
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Second Life
In dieser Reihe präsentiert das Filmarchiv Austria Fundstücke aus seinen Sammlungen und bringt damit veritable Wiederentdeckungen – oft nach Jahrzehnten – wieder zurück auf die Leinwand. Diese kinoarchäologischen Expeditionen laden monatlich zu einer etwas anderen Reise durch die Filmgeschichte ein. Alle Filme werden in Form originaler 35-mm-Kopien gezeigt.
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Ein Abend mit
In regelmäßigen Abständen holen wir Film- und Kulturschaffende aus den unterschiedlichsten Bereichen vor den Vorhang und laden sie ein, mit uns und dem Publikum im METRO Kinokulturhaus einen Abend zu verbringen und ihre Arbeiten zu präsentieren.
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Stummfilmzauber
Wenn historische Lichtspiele mit inspirierter Live-Musik in einen Dialog treten, entstehen die oft intensivsten und glückhaftesten Kinomomente. Die in Zelluloid aufgespeicherte, rund 100 Jahre alte Filmkunst verbindet sich in magischer Weise mit der Gegenwart und wird höchst lebendig. Ein Synonym für atemberaubende Stummfilmmusik ist Gerhard Gruber, der monatlich ausgewählte Highlights der Filmgeschichte am Klavier live begleitet. Ein außergewöhnliches Kinovergnügen – auch für Kinder und Jugendl
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Living Collection
Nicht nah genug! Komm näher, sei nicht so scheu! Näher, näher, nein, warte, das ist zu nah. Verschwinde bitte… Oh nein, komm zurück! Das Verlangen nach Verbindung, Verständnis und Liebe ist ein zentrales Gefühl der Menschlichkeit. Manchmal führt dieses Streben zur Tragödie, manchmal zum Glück und manchmal ist es eine schmerzhafte Verschmelzung von beidem. Das Filmprogramm wurde von Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung „Der rote Faden“ am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenscha
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Festival