Programm aktuell
Di, 7.4., 18:00
Hans Scheugl
Was die Nacht spricht Eine Erzählung
»Zwei Frauen, die miteinander in einer Kunstsprache sprechen, Arbeiter im Wirtshaus, die im Dialekt reden, Patienten des Psychiatrischen Krankenhauses, die improvisierend sich selbst zur Sprache bringen – alle diese divergierenden Darstellungen kommunizieren, nicht indem sie handelnd ineinandergreifen, sondern indem sie sich berühren. Alle Handlungsstränge münden in der Nacht, wobei Nacht weniger eine Sache der Tageszeit als eine des geistigen Zustandes ist. Ebenso wie die Nacht alles isoliert u
Di, 7.4., 18:30
Iran hautnah.
In film nist DIES IST KEIN FILM
Im Dezember 2010 wird Jafar Panahi wegen »Propaganda gegen das System« zu sechs Jahren Gefängnis und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt. Im Hausarrest beschreibt er einen Film, den er nicht drehen darf. Dass aus diesem widerständigen Gedankenspiel, das auf einem USB-Stick in einem Kuchen versteckt zum Filmfestival in Cannes geschmuggelt wurde, ein Schlüsselwerk des politischen Kinos wird, ist ebenso logisch wie paradox. (Florian Widegger)
Di, 7.4., 18:45
Tribute to Jerry Lewis
From Darkness to Light
Nach wie vor ist THE DAY THE CLOWN CRIED aus dem Jahr 1972 so etwas wie der heilige Gral der Filmgeschichte. Ein Projekt, mit dem Jerry Lewis als Regisseur und Schauspieler etwas völlig Unerwartetes wagen wollte: Die Geschichte eines Clowns, der Kindern im Konzentrationslager ihre letzten Momente vor ihrer Ermordung erleichtern sollte. FROM DARKNESS TO LIGHT zeichnet anhand von Interviews und Archivmaterial die ambitionierte wie fatale Entstehungsgeschichte des unvollendeten Films nach und versc
Di, 7.4., 20:00
Hans Scheugl
Rutt Deen / (Calcutta) GO
Zwei Hotels, das eine heißt Bellevue, das andere Rutt Deen, das eine steht in Wien, das andere in Kalkutta (heute: Kolkata). Rutt Deen ist die englische Schreib- weise der Hindi-Worte Rat Din, die Nacht Tag bedeuten. »Der Sprung zwischen den Kontinenten ist so gewaltig wie der zwischen Traum und Wachen, zwischen Nacht und Tag, und doch gehört zu den ständigen wiederkehrenden Bildern der Erinnerung eine Wirklichkeit. Indien: das ist Hyperrealität, gemessen am Komfort der uns vertrauten Welt. Die
Di, 7.4., 20:30
Second Life
Rembetiko
In den Straßen von Piräus, den Hinterhöfen und Tavernen entfaltet REMBETIKO das Leben der Sängerin Marika Ninou als Spiegel einer Epoche. Ferris erzählt in Fragmenten, Liedern und Erinnerungen – getragen von melancholisch-widerständiger wie leidenschaftlicher Musik, die Ausgrenzung, Begehren und Überleben miteinander verschränkt. Ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären: das kollektive Porträt eines Griechenlands zwischen Diktatur, Exil und Sehnsucht. (Florian Widegger)
Di, 7.4., 21:00
Andrzej Wajda
Kanał DER KANAL
In den letzten Tagen des Warschauer Aufstands zieht sich eine versprengte Einheit des polnischen Widerstands vor den Deutschen in das unterirdische Kanalsystem der Stadt zurück. In völliger Dunkelheit, umgeben von Schmutz und Enge, beginnt im scheinbar ausweglosen Labyrinth ein verzweifelter Überlebenskampf … Wajdas zweiter Spielfilm bricht bewusst mit dem Mythos des heroischen Opfers und zeigt Krieg vor allem als zermürbend. Eindringliche Bilder und formale Präzision kennzeichnen diesen radikal
Programmübersicht
Retrospektive
Mi, 8. April - Mi, 6. Mai
Claire Denis zum 80. Geburtstag Die Filmgeschichte ist weiblich #4
Seit ihrem Debütfilm Ende der 1980er-Jahre steht die französische Regisseurin Claire Denis für ein Kino, das sich einfachen Kategorien entzieht. Ihre Filme bewegen sich zwischen intimen Beziehungen und größeren politischen Zusammenhängen, zwischen Realismus, Genre und poetischer Abstraktion. Körper, Räume und Atmosphären stehen im Mittelpunkt ihrer sinnlichen, oft elliptischen Erzählungen, die offen sind für Ambivalenzen. Unsere Retrospektive anlässlich ihres 80. Geburtstags lädt mit einer Auswa
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Mi, 8. April - Mi, 6. Mai
Lars von Trier Die Kinofilme
Genie oder Scharlatan – über diese Frage ließ der britische Guardian vor einigen Jahren im Hinblick auf Lars von Trier abstimmen. 60 % tendierten zu ersterem – was wiederum viel über die öffentliche Wahrnehmung des dänischen Enfant terrible aussagt. Seinen 70. Geburtstag am 30. April nehmen wir zum Anlass, um auf sein faszinierendes wie streitbares Schaffen zurückzublicken, das die Kinomoderne entscheidend mitgeprägt hat, und das unter anderem zwischen selbst auferlegten Regeln und dem genussvol
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Mi, 8. April - Mi, 6. Mai
History of Horror #1 »Das Unheimliche«
Von den einen verteufelt, von den anderen verehrt – in den kommenden drei Monaten widmen wir uns einem Filmgenre, das die Gemüter seit jeher spaltet. Vielleicht auch deshalb, weil es selbst von einem Widerspruch lebt: der Lust an der Angst. Horrorkino versetzt in Alarmbereitschaft und erlaubt zugleich die sichere Distanz zur Bedrohung. Seit seinen Anfängen fungiert es darüber hinaus als Resonanzraum gesellschaftlicher Spannungen – ein Ort, an dem Traumata, repressive Ordnungen, Schuldgefühle, mo
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Do, 30. April - Di, 5. Mai
King of Silents Gerhard Gruber zum 75. Geburtstag
Seit über drei Jahrzehnten ist der 1951 im Mühlviertel geborene Pianist Gerhard Gruber gern gesehener Gast und profilierter Stummfilmbegleiter – nicht nur in unserem Haus. Ursprünglich fasziniert ihn Jazzmusik, seine Neugierde führt ihn jedoch früh zum Kino, wo er sich bald einen Namen als Spezialist für die Klassiker des frühen Kinos macht. Internationale Festivalauftritte, Kooperationen mit Archiven und Kinematheken sowie zahllose Einladungen zu Retrospektiven, die ihn um den ganzen Globus füh
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Kinostart
Film
Universität
Monatliche Filmreihe
Classic Line
Filmklassiker stehen wieder hoch im Kurs. Die Festivals in Cannes, Venedig, Locarno oder Bologna präsentieren neu restaurierte Versionen von All-Time-Favourites und finden damit ein begeistertes Publikum. In der monatlichen Classic Line zeigt das Filmarchiv Austria einige der spannendsten internationalen Re-Releases und Arbeiten aus der eigenen Restaurierungswerkstätte.
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Faszination Filmarchivierung
Die Reihe Faszination Filmarchivierung führt in das unbekannte Terrain des filmischen Weltkulturerbes, präsentiert Fundstücke und spannende Wiederentdeckungen. Jedes für die Leinwand zurückgewonnene Laufbild ist der Lohn beharrlicher Archivarbeit und ein kleiner Triumph über die Vergänglichkeit des Lebens.
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Jüdischer Filmclub Wien
Der Jüdische Filmclub Wien bietet einen lebendigen Ort der interkulturellen Begegnung und findet in Kooperation mit der Botschaft des Staates Israel, der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und dem Institut für Judaistik der Universität Wien statt. Das Filmarchiv Austria fungiert als Träger dieses cineastischen Forums und leistet damit einen Beitrag zur regelmäßigen Vermittlung jüdischer Filmkultur.
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Kinder Kino Klassiker
»Alle Menschen sollten ihre Kindheit von Anfang bis Ende mit sich tragen«, meinte Astrid Lindgren. Ein Ort, der das ermöglicht, ist das Kino. Das Programm der Reihe Kinder Kino Klassiker umfasst Höhepunkte und ausgesuchte Raritäten des europäischen Kinderfilmschaffens. Die Filme stammen aus den Sammlungen des Filmarchiv Austria und werden in originalen 35-mm-Kopien präsentiert.
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Wild Friday Night
Ein monatlicher Streifzug durch die abseitigen, verschmähten, provozierenden, vergessenen, dunklen, anzüglichen, auszüglichen, radioaktiven, stählernen und wilden Seiten des Kinos. Presented in glorious 35 mm, gefeiert mit einem Getränkespecial an der Bar.
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Second Life
In dieser Reihe präsentiert das Filmarchiv Austria Fundstücke aus seinen Sammlungen und bringt damit veritable Wiederentdeckungen – oft nach Jahrzehnten – wieder zurück auf die Leinwand. Diese kinoarchäologischen Expeditionen laden monatlich zu einer etwas anderen Reise durch die Filmgeschichte ein. Alle Filme werden in Form originaler 35-mm-Kopien gezeigt.
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Ein Abend mit
In regelmäßigen Abständen holen wir Film- und Kulturschaffende aus den unterschiedlichsten Bereichen vor den Vorhang und laden sie ein, mit uns und dem Publikum im METRO Kinokulturhaus einen Abend zu verbringen und ihre Arbeiten zu präsentieren.
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Stummfilmzauber
Wenn historische Lichtspiele mit inspirierter Live-Musik in einen Dialog treten, entstehen die oft intensivsten und glückhaftesten Kinomomente. Die in Zelluloid aufgespeicherte, rund 100 Jahre alte Filmkunst verbindet sich in magischer Weise mit der Gegenwart und wird höchst lebendig. Ein Synonym für atemberaubende Stummfilmmusik ist Gerhard Gruber, der monatlich ausgewählte Highlights der Filmgeschichte am Klavier live begleitet. Ein außergewöhnliches Kinovergnügen – auch für Kinder und Jugendl
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Filmfrühstück
An ausgewählten Sonntagen laden wir zu einem genussvollen Start in den Kinotag. Zu besonderen Filmschmankerln aus unserem Programm servieren wir ein reichhaltiges Frühstück aus der METRO Kinobar. Unser Filmfrühstück wird von 11:00 bis 13:00 im Foyer des METRO Kinokulturhauses in zwei Ausführungen angeboten: klassisch mit Beinschinken, Salami und Käse, oder vegetarisch mit Käse, Brie und Aufstrich. Beide Frühstücksangebote umfassen frisches Gebäck, Butter, Marmelade oder Honig, Tomaten- und Gurk
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Festival