Wie könnte man es realistisch filmen, dass man wie durch eine Tür in die eigene Kindheit reist und durch eine andere zurück in die Realität? U. a. diese Frage treibt Ingmar Bergman, gerade an einem ersten Höhepunkt seines Schaffens, um, als er sich an WILDE ERDBEEREN macht. Die Geschichte eines alten Professors, der mit seiner Schwiegertochter zu einer Ehrung an seine alte Universität fährt. Während außen die Landschaften vorüberziehen, verliert er sich zusehends in seinen eigenen, inneren: Vergangenheit und Gegenwart, Wachzustand und Traum (die berühmte Sequenz am Anfang zitiert deutlich Dreyers VAMPYR) durchdringen einander in einer Erzählung von Schuld und Verhärtung – und der Sehnsucht nach Versöhnung. In der Hauptrolle der Vater des schwedischen Kinos: Victor Sjöström.
(Florian Widegger)