Ein abgelegenes Herrenhaus mit tödlicher Geschichte ist Schauplatz eines parapsychologischen Experiments. Dr. Markway will die Existenz des Übernatürlichen beweisen. Kaum bricht die Nacht herein, zeigt das Gemäuer seine Kraft: Türen beben, Wände atmen, Schritte hallen durch leere Flure – doch das Grauen bleibt unsichtbar. Wie schnell Angst aus der eigenen Vorstellungskraft erwächst, zeigt Regie-Alleskönner Robert Wise (er dreht danach THE SOUND OF MUSIC) in diesem Musterbeispiel des Suggestiven. Nicht umsonst stellt der Film bis heute die unerreichte Blaupause für Spukhausfilme dar: Indem sich das Unheimliche einschleicht, wirkt es umso länger nach.
(Florian Widegger)
Mo 4.5.: Mit einer Einführung von Florian Widegger
Regie: Robert Wise
Land: US/GB
Jahr: 1963
Buch: Nelson Gidding, nach dem Roman »The Haunting of Hill House« von Shirley Jackson
Kamera: Davis Boulton
Musik: Humphrey Searle
Mit: Julie Harris, Claire Bloom, Richard Johnson, Russ Tamblyn, Fay Compton, Lois Maxwell
Format: 35 mm, s/w
Fassung: Englische Originalfassung
Länge: 112 min
Quelle: BFI National Archive
Im Rahmen von:
History of Horror #1