Im Jänner 1967 stirbt der Schauspieler Zbigniew Cybulski bei einem tragischen Unfall. Wajda reagiert auf den Tod seines Freundes mit EVERYTHING FOR SALE, seinem wohl persönlichsten Film. In einer selbstreflexiven Erzählung über Endlichkeit, Erinnerung und das Filmemachen selbst verwebt er Fiktion und Realität zu einem offenen Porträt des polnischen Kinos der 1960er-Jahre. Andrzej Łapicki fungiert als Wajdas Alter Ego, das mit seiner Crew vergeblich nach dem Hauptdarsteller sucht, der nie am Set erscheint. In dieser Abwesenheit entsteht jenes Vakuum, das den Film zum kaleidoskopischen Nachdenken über den Verlust eines Freundes antreibt, über das Verhältnis von Leben und Film und über die Grenzen zwischen Wirklichkeit, Legende und Erzählung.
(Florian Widegger)