Better to be king for a night than schmuck for a lifetime. Einmal im Rampenlicht stehen, berühmt sein, das Publikum zum Lachen bringen – der große Traum eines kleinen Mannes, der Rupert Pupkin heißt, allein in seinem Keller Witze reißt und dabei wirkt wie ein Verwandter von Travis Bickle und Norman Bates. Er möchte um jeden Preis so sein wie Jerry Langford, der König der Talkshow-Hosts: ein Entertainer der alten Schule, doch abseits der Kamera eine echte Spaßbremse – de facto das unerreichbare Zentrum eines Systems, das Berühmtheit verspricht und Einsamkeit produziert. Lewis spielt hier gegen sein Image – genau diese Umkehrung rückt seine eigene Karrieregeschichte in ein neues Licht und verleiht der düsteren Medienparabel um fame und fantasy zusätzliche Schärfe.
(Florian Widegger)