In seiner LIEBELEI-Verfilmung widmet sich Max Ophüls der Vorgeschichte der Paare Fritz und Christine, Theo und Mizzi, die Schnitzler im Dialog bloß vage andeutet. Dem Regisseur gelingt bereits in der ersten Szene nicht nur die Andeutung des Dreiecksverhältnisses zwischen Fritz, der Baronin und Christine, sondern auch die der strikten Hierarchien des einstigen Kakaniens. Wer sitzt im Parterre, wer auf der Galerie? Kurz nach der Machtergreifung Hitlers uraufgeführt, wird der Film sogleich verboten und Ophüls in die Emigration getrieben. Zum Auftakt: Ein Fragment aus der ältesten bekannten Schnitzler-Verfilmung, bei der der Autor auch im regen Briefwechsel mit den dänischen Produzenten steht, die jedoch seine Forderung, »ohne jede Mithilfe des Wortes« zu erzählen, ignorieren.