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Hannah Arendt

Barbara Sukowa verkörpert Hannah Arendt, die 1961 in Jerusalem dem Eichmann-Prozess folgt. Mit scharfem Blick erkennt sie: Das Böse kann erschreckend alltäglich sein – »die Banalität des Bösen« erschüttert eine Welt, die Monster sehen will. Von Trotta zeigt kein graues Biopic, sondern ein vibrierendes Denkdrama: Arendt rauchend in blauen Nebelschwaden, fechtend in Debatten, ringend mit Freunden, Gegnern, Geliebten. Die Philosophin steht mitten im Sturm öffentlicher Wut, wird bedroht, verleumdet, zweifelt – und denkt weiter. Der Film macht Mut zum Widerspruch: Freiheit beginnt dort, wo Denken unbequem wird und selbst nahe Menschen fernrückt. Klug, provozierend, hochaktuell. Ein Kinoessay über Mut zum Denken, auch wenn es weh tut.
(Klaus Davidowicz)

17:30: Mit einer Einführung von Klaus Davidowicz

Regie: Margarethe von Trotta
Land: DE/IL/FR/LU
Jahr: 2012
Buch: Margarethe von Trotta
Kamera: Caroline Champetier
Musik: André Mergenthaler
mit: Barbara Sukowa, Axel Milberg, Janet McTeer, Julia Jentsch, Ulrich Noethen
Format: 35mm, Farbe und s/w
Fassung: Deutsche Originalfassung
Länge: 113 min
Mo, 15. Dez. 18:30
Metro Kinokulturhaus
Historischer Saal
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