Ein nächtlicher Traum aus Begehren, Angst und Entfremdung. Das Noch-Hollywood-Traumpaar Cruise/Kidman als betuchte Eheleute, die an der Illusion von Kontrolle zerbrechen. Ihr intimes Geständnis treibt ihn, in seinem männlichen Stolz verletzt, hinaus in die Nacht, eine schummrige Bar und schließlich einen herrschaftlichen Wohnsitz vor der Stadt. Masken, Spiegel, rote Umhänge werden Symbole eines inneren Erwachens, das mehr verstört als befreit … Rekordverdächtige 294 Drehtage zeugen vom obsessiven Perfektionismus Kubricks, der in London ganze Straßenzüge New Yorks nachbauen ließ, um absolute Kontrolle über das vorweihnachtliche Treiben zu behalten. Wie ein Echo aus einer Welt, in der Nähe nur im Moment der Verkleidung gelingt, hallt am Schluss eine Erkenntnis: »No dream is ever just a dream«.
(Florian Widegger)