Wiener Festwochen alternativ
Als gegenkulturelles Programm zu den Wiener Festwochen veranstalteten rund 30 alternative Gruppen vom 23. Mai bis 15. Juni 1980 die »Wiener Festwochen alternativ«. Das Museum des 20. Jahrhunderts firmierte zum »80er-Haus« und Festivalzentrum; am Wiener Reumannplatz im traditionellen Arbeiterbezirk Favoriten eröffnete die Homosexuellen-Initiative (HOSI) einen Info-Stand und über die ganze Stadt verteilt gab es improvisierte Kunstaktionen als Statement für eine zivilgesellschaftlich organisierte Basiskultur im öffentlichen Raum. Der Verein Medienzentren (heute Medienwerkstatt Wien) dokumentierte die Aktionen mit dem partizipativen Videoprojekt »Volks stöhnende Knochenschau« und initiierte damit in Wien ein erstes alternatives Medienprojekt zur Stärkung der Gegenöffentlichkeit.