Ball im Savoy
Falsche Identitäten, ein elegantes Pelzcape, verschwundene Juwelen und das romantische Glück zweier Paare – das sind die Zutaten zum Operettenstoff Paul Abrahams, der in dieser österreichisch-ungarischen Produktion verfilmt wurde. BALL IM SAVOY zeigt deutlich, dass sich Regisseur Székely und Choreograf Bob Gray bereits früh mit dem amerikanischen Kino beschäftigten – unübersehbar sind die Einflüsse von Busby Berkeley und seinen Shownummern. Darüber hinaus besticht der Film auch heute noch durch seine auffälligen Art-déco-Sets, klug einstudierte Gesangs- und Tanznummern und nicht zuletzt durch eine Regie, die Bewegung und Wort, Raum und Darsteller geschickt zu verbinden weiß. BALL IM SAVOY zählt zu den deutschsprachigen Emigrantenfilmen, die in Österreich, Ungarn und der Tschechoslowakei mit in NS-Deutschland unerwünschten Filmschaffenden 1933 bis 1938 hergestellt wurden. Angesichts der starken Beteiligung jüdischer Filmkünstler:innen wurde BALL IM SAVOY in Deutschland erwartungsgemäß verboten.