Niederbrennung des Anhaltelagers in Wöllersdorf
Im 1933 errichteten Anhaltelager Wöllersdorf wurden politische Gegner des Austrofaschismus, darunter illegale Nationalsozialisten, interniert. Die Zahl der Inhaftierten stieg im Zuge der Februarkämpfe 1934 und erreichte im Oktober dieses Jahres mit 5000 Insassen einen Höchststand. Unter den Gefangenen befanden sich auch zahlreiche Schutzbündler und sozialdemokratische Funktionäre. Nach dem zwischen dem österreichischen Bundeskanzler Kurt Schuschnigg und Adolf Hitler vereinbarten Berchtesgadener Abkommen wurde das Lager Wöllersdorf geschlossen.
Die von den Nationalsozialisten feierlich inszenierte Niederbrennung des Internierungslagers am 2. April 1938 diente der NS-Propaganda und sollte ein Vergeltungsakt für die hier inhaftierten Nationalsozialisten sein. Heute erinnert ein 1973 errichtetes Mahnmal an das Anhaltelager Wöllersdorf.