Wien in Schutt
Mit Kriegsende 1945 wiesen über 40 Prozent aller Wiener Häuser Zerstörungen auf, rund 850.000 Kubikmeter Schutt lagen in den Straßen. Die von der Staatlichen Hauptstelle für Lichtbild und Bildungsfilm produzierte Reportage liefert zunächst eine Bestandsaufnahme der devastierten Stadt. Aufnahmen dokumentieren die Bombenschäden u. a. am Stephansdom, am Hohen und Neuen Markt, an der Oper, dem Philipphof oder dem Johann-Strauß-Theater. Einsturzgefährdete Gebäude mussten zudem noch gesprengt werden. Unter dem Motto »Wir wollen Wien rein und gesund machen« ruft ein Plakat zur großen Schuttaktion im September 1945 auf. Es folgen ikonische Bilder von den Aufräumarbeiten, mit Schaufeln rückt die Bevölkerung aus, um die Trümmerlandschaften schrittweise zu beseitigen. Provisorisch verlegte Grubenbahnen und umfunktionierte Straßenbahnwaggons dienen als Transporthilfen; entsorgt werden die Schuttberge in den Schottergruben und Ziegelteichen am Stadtrand.