Zusammen mit ihrem amerikanischen Ehemann kehrt Sandra in die Toskana zurück, an den Ort, wo sie aufgewachsen ist. Dort soll ihr Vater, ein jüdischer Intellektueller, den die Nazis in Auschwitz umgebracht haben, nun mit einer Büste geehrt werden. Das Zusammentreffen mit ihrer Familie bringt dunkle Kindheitserinnerungen zutage: Ihr Bruder hegt geradezu unanständige Gefühle für sie, während ihr von mütterlicher Seite Eiseskälte entgegenschlägt … Im Kern wird hier eine antike Familientragödie rund um verbotene Sehnsucht, Schuld und Verrat verhandelt. Je tiefer die Figuren in die Vergangenheit eintauchen, umso brüchiger verlaufen die Grenzen zwischen Erinnerung und Gegenwart, was den Film zu einer Art umgedrehtem Krimi macht, bei dem das Geheimnis von Minute zu Minute größer wird.
(Florian Widegger)