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Was Bilder erzählen

Was vermag eine Kamera sichtbar zu machen? Zunächst sind das Gesichter, Orte und Ereignisse – Konkretes eben. Die drei Kurzfilme, die wir zum Auftakt dieser Retrospektive präsentieren, zeigen, dass es noch mehr gibt: WHITE BOX sucht in den Hinterlassenschaften einer Verstorbenen nach den Spuren eines gelebten Lebens. DIE UNSICHTBARE GRENZE macht jene Gewalt erfahrbar, die sich hinter einem scheinbar bürokratischen Akt verbirgt. Und ALLES WIRD GUT offenbart die bedrohliche Dynamik hinter der Fassade eines unbeschwerten Familienausflugs. Kameramänner und -frauen bilden nicht bloß Wirklichkeit ab, sondern machen auch Erinnerungen, Sehnsüchte und gesellschaftliche Verhältnisse erfahrbar, die sich im Alltag unseren Blicken entziehen.
(Florian Widegger)

Eröffnung der Retrospektive mit anschließendem Gespräch mit Leena Koppe, Marie-Thérèse Zumtobel und Sebastian Thaler

White Box
Regie: Marie Kreutzer
Land: AT
Jahr: 2006
Buch: Marie Kreutzer, nach einem Kapitel des Romans The Blindfold von Siri Hustvedt
Kamera: Leena Koppe
Mit: Stipe Erceg, Vanessa Stern, Stefanie Frauwallner, Hubsi Kramar
Format: 35 mm, Farbe
Fassung: Deutsche Originalfassung mit englischen Untertiteln
Länge: 27 min
Die unsichtbare Grenze
Regie: Mark Gerstorfer
Land: AT
Jahr: 2022
Buch: Mark Gerstorfer
Kamera: Marie-Thérèse Zumtobel
Mit: Temiloluwa Obiyemi, Tommy Leonardelli, Vjosa Breiteneder- Lubeniqi, Alexander Sladek
Format: DCP, Farbe
Fassung: Deutsche Originalfassung mit englischen Untertiteln
Länge: 27 min
Regie: Patrick Vollrath
Land: DE/AT
Jahr: 2015
Buch: Patrick Vollrath
Kamera: Sebastian Thaler
Mit: Simon Schwarz, Julia Pointner, Gisela Salcher, Georg Blume
Format: DCP, Farbe
Fassung: Deutsche Originalfassung mit englischen Untertiteln
Länge: 30 min
Mo, 14. Sep. 19:30
Metro Kinokulturhaus
Historischer Saal
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