Frauenheld Antonio kehrt nach einigen Jahren in der Hauptstadt zurück ins heimatliche Sizilien. Dort herrschen noch alte Vorstellungen von Moral, Ehre und Ehe. Der Heirat mit der schönen Barbara stimmt er aber zu, sobald er ihr Bild gesehen hat. Als nach einigen Monaten der Nachwuchs ausbleibt, wird klar, dass sich hinter der Fassade seines zur Schau gestellten Machismo ein Geheimnis verbirgt, das bald auch seinen gesellschaftlichen Status zu erschüttern droht … Feine Ironie und Melancholie entlarven eine Welt, die zwischen Katholizismus, Aufstiegsdenken und Traditionen gefangen ist. Mit bemerkenswerter Klarheit und Würde etabliert sich Claudia Cardinale dazu als Gegenpol. So entsteht ein präzises, noch immer erstaunlich modernes Porträt männlicher Unsicherheit und kollektiver Konformität.
(Florian Widegger)
Do 10.9.: Mit einer Einführung von Florian Widegger