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Die Nibelungen 2. Teil: Kriemhilds Rache

Der letzte Drehtag dieses Epos im März 1924 gerät zum medialen Spektakel: Vor versammelter Presse wird in Babelsberg der Etzelpalast mit Feuerpfeilen in Brand gesteckt – Lang selbst soll den ersten abgeschossen haben. Nur eine von zahlreichen legendären Geschichten, die sich um die bis dahin teuerste deutsche Filmproduktion ranken, für die sogar ein 15 Meter langer Drache erschaffen wird. DIE NIBELUNGEN vereint innovative Technik mit stilistischer Stringenz: Jeweils sieben Gesänge künden vom Aufstieg und Fall des Helden Siegfried und vom Rachefeldzug seiner Witwe Kriemhild, der in die Katastrophe führt. Weniger die nationale Heldenverehrung, in die der Film später umgedeutet wurde, als ein Triumph der filmischen Imagination – ein Monument, das in Dimensionen denkt, die ihresgleichen suchen.
(Florian Widegger)

Regie: Fritz Lang
Land: DE
Jahr: 1924
Buch: Fritz Lang, Thea von Harbou, frei nach Motiven des Nibelungenlieds
Kamera: Carl Hoffmann, Günther Rittau, Walter Ruttmann (Sequenz »Der Falkentraum«)
Musik: Gottfried Huppertz
Mit: Paul Richter, Margarete Schön, Hanna Ralph, Hans Adalbert Schlettow, Theodor Loos, Rudolf Klein-Rogge
Format: DCP, viragiert
Fassung: Deutsche Zwischentitel
Länge: 130 min
Quelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Mi, 30. Sep. 18:30
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