➜ edit sc_034AJFgPI1xA6BdBjSt91E
Der müde Tod

Lang: »Das Merkmal aller meiner Filme ist der Kampf gegen das Schicksal. Wichtig dabei ist der Kampf, nicht das Schicksal.« Hier erhält eine junge Frau die Chance, dem Tod ihren verstorbenen Geliebten abzuringen. Dafür muss sie an drei verschiedenen Orten und zu drei verschiedenen Zeiten jeweils ein Leben retten. Ihre Odyssee führt sie in den Orient, nach Venedig und ins ferne China – doch von Mal zu Mal schwinden ihre Chancen … Schon hier scheint der Hang zur Opulenz durch, die Langs kommende »Großfilme« auszeichnen wird. Aber bei aller Pracht gelingt dem Gespann Harbou/Lang hier etwas, das über die visuelle Erzählebene hinausgeht: eine stimmige Reflexion auf die Traumata des Ersten Weltkriegs und auf den unbändigen Über-Lebensdrang der Menschen. Ein Lieblingsfilm von Luis Buñuel.
(Florian Widegger)

Do 10.9: Mit einer Einführung von Florian Widegger

Regie: Fritz Lang
Land: DE
Jahr: 1921
Buch: Thea von Harbou, Fritz Lang
Kamera: Erich Nitzschmann, Hermann Saalfrank, Fritz Arno Wagner
Musik: Cornelius Schwehr (Neukomposition)
Mit: Lil Dagover, Bernhard Goetzke, Walter Janssen, Paul Rehkopf, Karl Platen
Format: DCP, viragiert
Fassung: Deutsche Zwischentitel
Länge: 98 min
Quelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Do, 10. Sep. 18:00
Metro Kinokulturhaus
Eric Pleskow Saal
Tickets
Do, 1. Okt. 20:15
Metro Kinokulturhaus
Eric Pleskow Saal
Tickets