Nach dem Tod seines Bruders verschlägt es Joachim nach München, wo er an der Schauspielschule studieren und mit seinen Großeltern in Wohngemeinschaft leben wird. Doch wie aller Anfang ist auch seiner schwer. Auf der Suche nach der eigenen künstlerischen Identität verläuft er sich nicht nur in der großbürgerlichen Villa seiner Großeltern Inge und Hermann, sondern auch in die Wunden ihrer und seiner eigenen Vergangenheit, in Zeiten, die DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE hinterlassen. Regisseur Verhoeven schenkt Joachim Meyerhoffs autobiografischem Roman über seine prägenden Studentenerfahrungen ein Rampenlicht, das Komik und Trauer im Zweigespann auf die Leinwand – und die Bühne – bringt und das Spiel als fundamentale Bewältigungsstrategie von Schicksalsschlägen versteht.
(Lien May Lucas)