Regisseur Guido Anselmi steckt in einer Lebenskrise. In einem Thermalbad sucht er Erholung und Inspiration und findet sich stattdessen von allen Seiten in Bedrängnis: Seine Frau kommt hinter seine Affäre, quengelige Schauspieler, ein ungeduldiger Produzent und natürlich die sensationsgierige Presse wollen wissen, was es mit seinem nächsten Projekt auf sich hat. Während er immer mehr zweifelt, verschwimmen Realität und Traum, Fiktion und »Film« ineinander … Als Projektionsfläche der »idealen Frau« verleiht Claudia Cardinale mit geradezu rätselhafter Gelassenheit ihrer Figur das gewisse Etwas und ist zudem erstmals in einem italienischen Film mit ihrer eigenen Stimme zu hören. 8½ verbindet auf assoziativ-spielerische Weise Werden und Werk – einer der schönsten Filme übers Filmemachen und die Magie des Kinos.
(Florian Widegger)