1947 formuliert Arnold Schönberg einen kühnen Wunsch: Eines Tages mögen die Menschen auf der Straße seine Musik pfeifen. Pianist Marino Formenti (der »Glenn Gould des 21. Jahrhunderts«,wie die L. A. Times ihn bezeichnet) und Filmemacher Thomas Marschall nehmen ihn beim Wort und tragen Klavier, Kamera und viel Schnaps hinaus in den Wiener Stadtraum. Zwischen Naschmarkt, Einkaufszentrum und Schönbrunn entsteht eine Versuchsanordnung im Alltag: Was passiert, wenn eine als sperrig geltende Musik auf ein unvorbereitetes Publikum trifft? Ihre Begegnungen verlaufen tastend, mitunter irritierend, oft überraschend präzise – und verschieben die Grenzen dessen, was wir für zugänglich halten. Ein Experiment, das auch im Kino sehr viel gute Laune verbreitet – zur Nach ahmung dringend empfohlen!
(Florian Widegger)
Fr 12.6.: Premiere in Anwesenheit von Thomas Marschall und Performance von Marino Formenti