Shane reist nach Paris, um Dr. Sémeneau, einen früheren Kollegen, mit dem er an riskanten Experimenten gearbeitet hat, aufzusuchen. Der lebt inzwischen zurückgezogen und versucht, seine Frau Coré von der Außenwelt abzuschirmen. Die Folgen der Forschung haben bei ihr extreme, zerstörerische Bedürfnisse ausgelöst, die sie nicht kontrollieren kann und die zu tödlichen Begegnungen führen. Shane kämpft selbst mit inneren Regungen, die ihn zunehmend verunsichern und die Beziehung zu seiner Frau belasten. Denis erzählt die Geschichte in fragmentierten Bildern, die weniger erklären als körperliche und psychische Zustände erfahrbar machen. Paris erscheint als Ort, an dem wissenschaftliche Hybris, Begehren und Angst ineinandergreifen und die Figuren (sowie die Zuseher:innen) an ihre Grenzen führen.
(Otto Römisch)