Ein gewöhnlicher Schultag gerät zur Odyssee durch die Hauptstadt, als das Mädchen Baharan allein den Heimweg antreten muss. Schnell wird klar: Dieses Labyrinth aus Straßen und fremden Gesichtern ist mehr als ein Weg nach Hause – es ist ein Spiegel in Bewegung, in dem sich Hilfe, Ignoranz und Lebenswirklichkeit brechen. Mit dem Moment, in dem Baharan direkt in die Kamera blickt, sprengt Panahi die vierte Wand und erinnert uns daran, dass Realität im Kino genauso flüchtig wie präsent ist. Die Beobachtung wird zur Reflexion über das Medium selbst – ähnlich den Filmen seines Lehrmeisters Abbas Kiarostami.
(Florian Widegger)
»Ein Zwergenaufstand gegen die Erzählungen der Großen und Mächtigen, eine zivile Rebellion gegen die ideologische Marschroute.«
(Amin Farzanefar, taz)