Schablonenkolorierte Landschaftsfilme aus den 1910er- und 1920er-Jahren zählen zu den funkelndsten Kostbarkeiten des frühen Kinos. Die Reisebilder der französischen Firma Pathé Frères leuchten in Farben, die im Pathécolor- Verfahren mit erstaunlicher Sorgfalt Bild für Bild aufgetragen wurden – ein handwerklicher Zauber, der bis heute nachwirkt. Ein Teil dieses Materials entstammt der Wochenschau Pathé Revue, deren Segmente nach ihrer Auswertung in Österreich neu montiert wurden, bevor sie über den Österreichischen Filmdienst in den Bestand des Filmarchiv Austria gelangten. So eröffnet das Programm nicht nur einen Blick auf die farbintensive Ästhetik jener Zeit, sondern zeigt auch, wie diese Bilder später innerhalb der österreichischen Lehrfilmpraxis ein unerwartetes zweites Leben fanden.
(Elena Kracker)
Durch das Programm führt Elena Kracker (Technikabteilung des Filmarchiv Austria)
Live-Musikbegleitung von Heidi Fial