Mit seinem aktuellen Spielfilm entfaltet Jarmusch ein dreiteiliges Familienmosaik. In den USA treffen Geschwister ihren rätselhaften Vater und was er vorgibt zu sein. In Dublin prallen Tradition und Gegenwart beim jährlichen Teetreffen einer Schriftstellerin und ihrer Töchter aufeinander. Und in Paris erkunden Geschwister den modernen Lebensentwurf der Eltern anhand zurückgelassener Erinnerungsstücke. Wie bereits zuvor setzt Jarmusch auf Episoden, die von stimmungsvollen Beobachtungen und reduzierten Wortwechseln getragen werden. Architektur, Räume und Gesten werden zu Trägern von Erinnerung und Konflikt. Das namhafte Ensemble, aus allen Ecken der Filmgeschichte, verleiht jeder Episode eigene Nuancen. Ein dreiteiliges Fresko über Nähe, Distanz und die fragile Balance zwischen Generationen.
(Otto Römisch)