In ihrem Langfilmdebüt bereist Maureen Fazendeiro die Region Alentejo und verwandelt dabei Landstriche, Erinnerungen und Legenden in eine fast mystische Kartografie des Vergangenen und des Gegenwärtigen. Im wahrsten Sinne des Wortes »verdichtet« sie Zeugnisse von Landarbeitern, Feldnotizen deutscher Archäologen, Lieder, Gedichte und lokale Mythen zu einem atmosphärischen Mythos. Ihre Bil- der (16 mm!) atmen Staub und machen staunen – sie überschreiben keine Geschichte, stattdessen versammeln sie Schichten von Zeit und lassen jede Einstellung wie einen archäologischen Fund wirken. Ein assoziatives Bild- und Tonarrangement, das Widerstand und Vergänglichkeit in eine leise Poetik übersetzt.
(Florian Widegger)
Do 5.2.: In Anwesenheit von Regisseurin Maureen Fazendeiro und Sigi A. Fruhauf (Künstlerische Bildbearbeitung)