Bösartige Vorurteile und romantisierende Klischees sind mit dem diskriminierenden Begriff »Zigeuner« bis heute verbunden. Dem unbekümmerten Treiben in dieser Operettenverfilmung steht die traurige Realität 1935 gegenüber, als die Nazis dabei waren, ihre »Volksgemeinschaft« mit brutalen Mitteln von allem Unreinen zu »befreien«. Damit auch gemeint: Hauptdarsteller Adolf Wohlbrück, Vierteljude, homosexuell und der »schönste Mann des deutschen Films«.
(Florian Widegger)
Regie: Karl Hartl
Land: DE
Jahr: 1935
Buch: Vineta Bastian-Klinger, Walter Supper, Tibor Yost, nach der Operette von Johann Strauss (Sohn)
Kamera: Günther Rittau, Otto Baecker
Musik: Alois Melichar, nach Motiven von Strauss
mit: Adolf Wohlbrück, Hansi Knoteck, Fritz Kampers, Gina Falckenberg, Edwin Jürgensen
Format: DCP, s/w
Fassung: Deutsche Originalfassung
Länge: 107 min
Restaurierte Fassung
Quelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Im Rahmen von:
Retrospektive: Johann Strauss 2025 Walzerkönig & Kino