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Wen die Götter lieben

Anlässlich des 150. Todestages von Wolfgang Amadeus Mozart produzierte die unter NS-Kontrolle stehende Wien-Film ein aufwendiges Biopic, das den österreichischen Komponisten im Sinne der nationalsozialistischen Kulturpolitik zur deutschen Heldenfigur stilisierte. Die Einspielung der Filmmusik erfolgte durch die Wiener Philharmoniker unter der musikalischen Leitung von Alois Melichar. Regisseur Karl Hartl war nach dem »Anschluss« ab 1938 auch Produktionschef und künstlerischer Leiter der Wien-Film. In dieser Funktion verantwortete er nicht nur eine Reihe eskapistischer Unterhaltungsfilme, sondern auch explizite Propaganda-Produktionen wie LEINEN AUS IRLAND (1939), WIEN 1910 (1943) und vor allem HEIMKEHR (1941).
WEN DIE GÖTTER LIEBEN blieb während der NS-Zeit seine einzige Regiearbeit. Bei dieser vom Filmarchiv Austria im Auftrag des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums (DFF) durchgeführten Neurestaurierung konnte auf das originale, im Filmdepot Laxenburg verwahrte Negativmaterial zurückgegriffen werden.

Online Verfügbar bis: 23.4.2026
Originaltitel: Wen die Götter lieben
Land: Österreich
Jahr: 1942
Regie: Karl Hartl
Buch: Eduard von Borsody, Richard Billinger
Kamera: Günther Anders, Hans Staudinger
Musik: Alois Melichar, nach Motiven von Wolfgang Amadeus Mozart
Mit: Hans Holt, Irene von Meyendorff, Winnie Markus, Rosa Albach-Retty, Paul Hörbiger, Curd Jürgens, Annie Rosar
Produktionsfirma: Wien-Film
Quelle: 35-mm verschiedene Materialien, Sammlung Filmarchiv Austria
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2026