Wen die Götter lieben
Anlässlich des 150. Todestages von Wolfgang Amadeus Mozart produzierte die unter NS-Kontrolle stehende Wien-Film ein aufwendiges Biopic, das den österreichischen Komponisten im Sinne der nationalsozialistischen Kulturpolitik zur deutschen Heldenfigur stilisierte. Die Einspielung der Filmmusik erfolgte durch die Wiener Philharmoniker unter der musikalischen Leitung von Alois Melichar. Regisseur Karl Hartl war nach dem »Anschluss« ab 1938 auch Produktionschef und künstlerischer Leiter der Wien-Film. In dieser Funktion verantwortete er nicht nur eine Reihe eskapistischer Unterhaltungsfilme, sondern auch explizite Propaganda-Produktionen wie LEINEN AUS IRLAND (1939), WIEN 1910 (1943) und vor allem HEIMKEHR (1941).
WEN DIE GÖTTER LIEBEN blieb während der NS-Zeit seine einzige Regiearbeit. Bei dieser vom Filmarchiv Austria im Auftrag des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums (DFF) durchgeführten Neurestaurierung konnte auf das originale, im Filmdepot Laxenburg verwahrte Negativmaterial zurückgegriffen werden.