Erste Dienstreise von Bundespräsident Miklas nach Retz
Das 1911 eröffnete Kino in Retz gilt heute als das älteste durchgehend in Betrieb stehende Lichtspielhaus Niederösterreichs. Der Kinogründer Leopold Harzhauser avancierte in den 1920er-Jahren auch zu einem Filmpionier des Weinviertels. 1929 dokumentierte er mit einer 35-mm-Kamera die erste Dienstreise von Bundespräsident Wilhelm Miklas in das winterliche Retz. Die erstaunliche Qualität dieser Filmreportage weist Harzhauser als durchaus geübten Filmer aus. Ebenfalls erhalten hat sich seine im gleichen Jahr entstandene Dokumentation über den Retzer Weinmarkt. Die von einigen findigen Kinobesitzern produzierten Lokalaufnahmen waren eine Attraktion für den eigenen Betrieb, denn ein nicht geringer Teil der Bevölkerung konnte sich dabei auf der Leinwand wiederfinden.