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Nachkriegsnot: Textilrecycling gegen die Kälte

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden bei der Wiener Firma Seidlhuber aus ganz Österreich Alttextilien gesammelt, um daraus warme Decken für die frierende Bevölkerung herzustellen. Die Rahmenhandlung dieser Spieldokumentation mit Fritz Imhoff und Lotte Lang verweist auf die bittere Notzeit, als viele Familien die kalten Wintertage in ungeheizten Wohnungen verbringen mussten. Da erscheinen die Recycling-Produkte der Firma Seidlhuber, die der Film anlässlich eines Fabrikbesuchs vorstellt, wie ein kleines Wunder. Gedreht wurde dieses Zeitdokument vom Wiener Filmenthusiasten Hans Karl Koizar, der in den Nachkriegsjahren als Pressereferent für österreichische Filmverleiher sein Geld verdiente. Daneben unterhielt Koizar ein privates Filmarchiv mit eigenem Heimkino und war auch als Ausstellungsmacher und Filmhistoriker aktiv. Nach seinem Tod übernahm das Filmarchiv Austria die große Privatsammlung.

Originaltitel: Ein Nachmittag bei Seidlhuber
Land: Österreich
Jahr: 1946
Regie: Karl Hans Koizar
Drehbuch: Karl Hans Koizar
Kamera: H. Gessl
Mit: Lotte Lang, Fritz Imhoff
Produktionsfirma: EOS Filmfabriks Ges.m.b.H
Quelle: 35-mm-Nitropositiv, Sammlung Filmarchiv Austria
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2025