Eine Kutsche streift durch die Landschaft. In ihr: Ein sterbender Mann. An seinen Lippen den Kuss des Todes spürend, gibt er sich seinen Erinnerungen hin, erfüllt von Freude und Trauer, Liebe und Verlust. Stets rastlos muss sich der Lebemann nun damit abfinden, alleine zu sterben … Huszáriks Adaption ist weniger an den Abenteuern seiner Hauptfigur interessiert als daran, die Erfahrung des Lesens in Film zu übersetzen: Im Rhythmus von Erinnerungen und Tagträumen flaniert sein Film mit Makroaufnahmen und assoziativer Montage durch eine Welt nostalgischer Gefühle und irdischer Genüsse. Letztere finden ihren Höhepunkt in der legendären Wirtshausszene, in der Szindbád erst eine dampfende Rindsuppe löffelt und dann das Mark eines Rinderknochens auf einen Toast streicht. (Fruzsi Vajda)
Mo 23.11.: Mit einer Einführung von Florian Widegger