Um der Einsamkeit und Monotonie ihres Alltags zu entkommen, wünscht sich die 43-jährige Fabrikarbeiterin Kati sehnlichst ein Kind. Bei ihrem verheirateten Liebhaber stößt sie damit auf taube Ohren. In der scheinbaren Aussichtslosigkeit begegnet sie der jungen Anna, die in einem nahe gelegenen Heim lebt. Rasch entwickelt sich zwischen ihnen eine tiefe Verbundenheit, und sie werden zum gegenseitigen Halt für die lebensverändernden Entscheidungen, die vor ihnen liegen … Leise und intensiv verhandelt Márta Mészáros Tabuthemen wie Adoption, die Isolation von Arbeiterinnen und die Zwänge der Ehe und verdichtet so die Dilemmata von Frauen im sozialistischen Ungarn zu einem bahnbrechenden Werk feministischen Kinos, mit dem sie als erste Frau den Goldenen Bären in Berlin gewinnt. (Fruzsi Vajda)