Am 7. November 1938 erschoss der siebzehnjährige Herschel Grynszpan in Paris den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath. Das wurde zum Vorwand der Nazi-Führung für die Organisation und Durchführung eines blutigen, reichsweiten Pogroms in Deutschland und Österreich. Der Film folgt Herschel auf der Grundlage von akribisch recherchierten Archiv-Materialien und Interviews mit Familienangehörigen von seiner Geburt, dem Leben in Armut bis zum Attentat, seiner Verhaftung und dem nie erfolgten Propagandaprozess. Der Film untersucht die Gerüchte über homosexuelle Zusammenhänge, stellt historische Mythen in Frage und kommt zu dem Schluss, dass Herschel möglicherweise die Shoah überlebt hat. Es ist der erste auf umfassenden Fakten basierende Film über einen stolzen jungen jüdischen Mann namens Herschel. (Frank Stern)
Mit einer Einführung von Frank Stern und Klaus Davidowicz
Österreich-Premiere
Gemeinsamer Filmabend mit der Israelitischen Kultusgemeinde Wien