Ábel steht kurz vor dem Schulabschluss, aber statt seiner Geschichtsprüfung hat er nur seine große Liebe Janka im Kopf. Doch die schwärmt ausgerechnet für seinen Lehrer – der ihn durchfallen lässt. Um das drohende Familiendrama abzuwenden, setzt Ábel eine Notlüge in die Welt, die einen unkontrollierbaren Dominoeffekt auslöst … EXPLANATION FOR EVERYTHING stellt ein scharfsinniges Porträt der Fidesz-Ära dar und offenbart die tiefe Spaltung der ungarischen Gesellschaft und Generationen: Obwohl beide Seiten dieselbe Sprache sprechen, reden sie aneinander vorbei. Wie viele andere unabhängige Projekte wird der Film ohne staatliche Förderung mittels Crowdfunding finanziert – beim Filmfestival in Venedig erhält er den Hauptpreis in der Sektion Orizzonti. (Fruzsi Vajda)