Zwei Menschen, Vater und Tochter, leben ihr monotones Leben auf einer Farm fernab, in einem zeitlosen Raum. Sie essen Kartoffeln, misten den Stall aus und schauen aus dem Fenster in die Ferne. Während sich nichts zu verändern scheint, bricht die Welt um sie herum langsam zusammen … Auch in seinem letzten Meisterwerk beschwört Béla Tarr mittels langer Plansequenzen, minimalistischer Schwarz-Weiß-Kompositionen und expressiver Musik die seinen Filmen eigene, apokalyptische Atmosphäre herauf. Ausgehend von Nietzsches Anekdote, beim Anblick eines geprügelten Pferdes einen geistigen Zusammenbruch erlitten zu haben, erzählt der Film eine umgedrehte, sechstägige Schöpfungsgeschichte, während der alles verschwindet und am Schluss jegliches Licht erlischt. (vf)