Unterwegs zu sein bedeutet für Chantal Akermans Figuren selten, irgendwo anzukommen. Anna, eine Filmemacherin auf der Reise durch Deutschland, Belgien und Frankreich, zieht von Hotel zu Hotel, von Bahnhof zu Bahnhof, begegnet Fremden, ehemaligen Geliebten und schließlich ihrer Mutter. Doch jede dieser Begegnungen verspricht lediglich für einen Moment Nähe, ohne sie wirklich herstellen zu können … Das Porträt einer Nomadin, überall präsent und nirgends zuhause, deren Aufenthaltsorte ebenso provisorisch erscheinen wie ihre Beziehungen. Hinter den beiläufigen Gesprächen über Liebe, Familie oder Alltag zeichnet sich einer von Akermans persönlichsten Filmen ab: eine Meditation über ein Leben, in dem alles in Bewegung bleibt und sich doch nichts verändert.
(Florian Widegger)