Singen und Tanzen nimmt in Akermans Œuvre schon seit dem ersten Kurzfilm SAUTE MA VILLE einen besonderen Stellenwert ein – GOLDEN EIGHTIES bündelt ihre Faszination zu einer Hommage an die klassischen Hollywood-Musicals, die gleichzeitig auch ein Spiel mit deren Konventionen darstellt. Angesiedelt in einer unterirdischen Shopping Mall, die aus wenig mehr als einem Friseursalon, einer Boutique und einem Café besteht, kreuzen sich Liebesgeschichten, Sehnsüchte und Enttäuschungen, die immer wieder in Gesang und Tanz übergehen. Die schrill-bunte Konsumwelt hält aber noch so manch andere Überraschung bereit, besonders in Gestalt der von Delphine Seyrig gespielten Ladenbesitzerin, die Erfahrungen von Krieg und Holocaust mit sich trägt, die sich unausgesprochen in die Gegenwart einschreiben.
(Florian Widegger)
Di 20.10.: Mit einer Einführung von Valerie Dirk