Feministin, Nobelpreisträgerin, Nestbeschmutzerin: Elfriede Jelinek erhitzt immer wieder die Gemüter, wenn sie gesellschaftliche Missstände anprangert. Claudia Müller widmet sich in ihrem Dokumentarfilm der eindrucksvollen Künstlerin vor dem Hintergrund der politischen Umschwünge Österreichs mit zahlreichen Archivaufnahmen und Originaltexten. Nicht das Abarbeiten biografischer Details steht dabei im Zentrum, sondern die Annäherung an die mitreißende Sprachkunst Jelineks.
(Bianca Jasmina Rauch)
»Claudia Müllers Porträt ist ein Meisterwerk der unterhaltsamen Überraschungs-Montage, das die österreichische Nachkriegsgeschichte und damit Jelineks Motive von patriarchaler Frauenverachtung bis zur ›Buberlpartei‹ FPÖ auffächert. Die liebevolle Hommage macht wach, räumt mit Vorurteilen über die angebliche Österreich-Hasserin auf und weckt unangestrengt den Appetit auf Literatur.« (artechock.de)