Ein filmischer Dreiklang über das Suchen und Finden einer wortlosen Sprache. In SAUTE MA VILLE sehen wir ein 18-jähriges Mädchen (Akerman), das in einer Küche alltägliche Dinge tut, aber auf immer verrücktere Art und Weise. Die Situation eskaliert, am Schluss: eine Explosion. Zwei Jahre lang lag der Film im Labor, dann gelangte er ans belgische Fernsehen, wo er nach einer Ausstrahlung zum Überraschungserfolg wurde. Ganz anders dann LA CHAMBRE, eine Art Reverenz an Michael Snow in drei Kameraschwenks, und die nächtliche Erkundung des New Yorker HÔTEL MONTEREY in langen Tableaus, vom Eingangsbereich hinauf aufs Dach, wo am Morgen die Sonne aufgeht. Chantal Akerman: »Ich atme auf, ich bin tatsächlich Filmemacherin geworden.«
(Florian Widegger)
Mi 7.10.: Mit einer Einführung von Lien May Lucas