In den verwinkelten Gassen der fiktiven französischen Stadt Ennui-sur-Blasé wüten die fantasierten Realitäten von vier Journalisten, deren Chefredakteur kürzlich verstorben ist. Als abschließende Reverenz erscheint die letzte Ausgabe, in der Artikel über Kulinarik, Kunst und knisternde Liebe zum Leben erwachen und die anthologische Struktur des Films selbst bilden. Eine nostalgische Hommage an das gedruckte Wort des New Yorkers, in dem das Wechselspiel zwischen Schwarz-Weiß- und pastellfarbigen Filmbildern als Wegweiser des Wimmelbildes dient. Mit ikonischen Bildkompositionen und präzise getaktetem Tempo verschachtelt sich die Geschichte in eine narrative Mise-en-abyme und führt Andersons stilistischen Exzess zu einem neuen Höhepunkt.
(Lien May Lucas)