Irgendwann während des Dreißigjährigen Kriegs taucht ein Fremder in einer kleinen Ortschaft auf. Der Soldat beansprucht ein Stück Land mitsamt verfallenem Bauernhaus für sich. Er baut sich ein neues Leben auf, heiratet und gewinnt nach und nach den Respekt der Gemeinde. Keiner scheint sein Geheimnis zu erkennen. Markus Schleinzers ROSE basiert auf historischen Berichten über Frauen, die sich als Männer ausgeben, um sich in einer rigiden Ordnung neue Handlungsspielräume zu eröffnen. Die reduzierte Bildsprache, die behutsame Erzählweise und das präzise Spiel von Sandra Hüller machen daraus einen Film, der Identität nicht festschreibt, sondern in Bewegung hält – und mit leichter Hand Vergangenes ohne Nachdruck in die Gegenwart überführt.
(Florian Widegger)
Anschließendes Filmgespräch mit Markus Schleinzer
In Kooperation mit ADA – Austrian Directors’ Association