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La chute de la maison Usher

Mit wachsender Obsession malt Roderick Usher auf seinem entlegenen Landsitz das Porträt seiner kranken Frau Madeleine. Je weiter sein Bild Gestalt annimmt, desto mehr scheint ihre Lebenskraft zu schwinden … Jean Epstein verwandelt Edgar Allan Poes Schauerromantik in ein hypnotisches Spiel aus Zeitlupe, Mehrfachbelichtungen, wehenden Stoffen und geisterhaften Bewegungen, das das Kino selbst zur Spukerscheinung werden lässt. Henri Langlois nennt das später die »Rechtfertigung von zehn Jahren filmischer Experimente«, denn Epstein bündelt hier die ganze Kraft der französischen Avantgarde der 1920er. Kurz darauf werden der Tonfilm und neue Produktionsstandards diese Ära beenden, was dem Film umso mehr die Aura als letzten großen (Alb-)Traum des Stummfilms verleiht.
(Florian Widegger)

Mit Live-Musikbegleitung von Elaine Brennan

Regie: Jean Epstein
Land: FR
Jahr: 1928
Buch: Jean Epstein, Luis Buñuel, nach den Kurzgeschichten »The Oval Portrait« und »The Fall of the House of Usher« von Edgar Allan Poe
Kamera: Georges & Jean Lucas
Mit: Jean Debucourt, Marguerite Gance, Charles Lamy, Luc Dartagnan, Fournez-Goffard
Format: DCP, s/w
Fassung: Französische Zwischentitel mit englischen Untertiteln
Länge: 66 min
Sa, 4. Juli 21:30
Metro Kinokulturhaus
Loc open air atrium
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