Ingeborg Bachmann meets Elfriede Jelinek meets Werner Schroeter: Eine radikale Mischung, die allerdings einen erstaunlich disziplinierten Film, ganz auf Isabelle Huppert zugeschnitten, ergibt: Eine namenlose Schriftstellerin lebt mit einem Mann namens Malina zusammen, eher eine Vernunft- denn eine Liebesgemeinschaft. Eines Tages trifft sie Ivan, an den sie Hals über Kopf ihr Herz verliert – und damit immer mehr zur Gefangenen ihrer Träume und Ängste wird. Georg Seeßlen: »Schroeters Kamera richtet sich unnachsichtig auf das Verfallen eines menschlichen Wesens, das durch einen absoluten Anspruch des Gefühls auf eine ebenso absolute Einsamkeit zurückgeworfen wird. (…) Ihr bleibt bloß ein Verschwinden, das nur der Tod sein kann.«
(Florian Widegger)
Sa 13.6.: Freier Eintritt für FAA-Clubmitglieder mit Begleitung
Mo 22.6.: Mit Vorprogramm:
Beate Thalbergs neuer Kurzfilm DIE NACHT DER VERLORENEN, der auf dem gleichnamigen Gedicht Ingeborg Bachmanns basiert: Drei Menschen in drei Wohnungen eines Hauses. Sie kennen einander kaum, doch nachts berühren sich ihre Stimmen, ihre Unruhe. Auch in einem Gedicht, das durch die Wände kriecht. (red)