Niedergeschlagen nach dem Tod seines Freundes kehrt der 40-jährige Gutsverwalter Wiktor an den Ort seiner Jugend zurück. Nebenan verbringen fünf Schwestern, die er von früher kennt, ihren Sommer. Die scheinbare Idylle ihrer Tage ist durchzogen von einer Traurigkeit, die Wiktors Rückkehr verstärkt: Einst hatte er eine der Schwestern geliebt, die inzwischen ebenfalls verstorben ist … THE MAIDS OF WILKO markiert eine bewusste Verschiebung in Wajdas Schaffen, der sich hier nach einer Reihe politisch aufgeladener Arbeiten konsequent dem Inneren, Privaten und Zeitlosen zuwendet. Die wehmütige, an Tschechow erinnernde Rückschau auf ein verschwundenes Polen, rückt Themen wie Vergänglichkeit, Schuld und Erinnerung ins Zentrum: reifes, kontemplatives Kino, in dem jede Geste nachhallt.
(Florian Widegger)
Mo 16.3.: In Anwesenheit von Anna Seniuk, freier Eintritt für FAA-Clubmitglieder mit Begleitung